Rinderfilet grillen – Fleischgenuss vom Grill

Rinderfilet grillen ist ein Hochgenuss!

Wer Rinderfilet grillen will, muss kein Kochprofi sein. Es gehört zwar ein bisschen Know-How dazu, damit das Fleisch schön zart und saftig wird, doch das Rinderfilet ist grundsätzlich bestens für den Grill geeignet. Wir erklären in 5 Schritten, wie es Ihnen perfekt gelingt.

Redaktionstipp: Im Gegensatz zum klassischen Steak vom Grill ist das Rinderfilet sehr mager, hat also keine Fettreserven, die es davor schützen, auf der Hitze der Glut trocken zu werden. Auch entsteht beim Grillen natürlich keine Sauce zum Steak, aber die kompensieren wir mit selbst gemachter Mayonnaise, einer kräftigen Sauce Bernaise, feinem gewürzten Tomaten Ketchup, einem leckeren Curryketchup oder eben einem Salat mit viel Sauce.

Zutaten für Rinderfilet grillen (pro Person):

200-250 g Rinderfilet
An dieser Stelle sei gesagt, dass die Qualität des Fleischs maßgeblich für den Genuss ist. Denn ein gutes Stück Fleisch von einem Rind aus artgerechter Tierhaltung, das im besten Fall auf der Weide groß geworden ist, wird immer besser schmecken, als das eines Jungbullen, der sich in seinem Stall nie wirklich bewegen konnte und in kürzester Zeit dick gemästet wurde.

Benötigtes Equipment: Bratenthermometer

Zubereitung Rinderfilet grillen:

1.
Das Rinderfilet muss vor dem Grillen mindestens auf Zimmertemperatur gebracht werden, sonst zieht es sich aufgrund des Temperaturschocks, den es in der Hitze der Glut erleidet, zusammen und wird zäh. Denken Sie also rechtzeitig daran, es aus dem Kühlschrank zu nehmen. Grillprofis legen es kurz vor dem Grillen sogar noch für 15 Minuten in den 50 Grad warmen Backofen, denn dann ist es fast fertig gegart und braucht vom Grill nur noch die Röstaromen.

2.
Wir verwenden beim Grillen von zarten Fleischstücken immer ein Fleischthermometer, denn beim perfekten Steak kommt es eben auch auf die perfekte Temperatur an. Medium rare, also zart rosa bis leicht blutig (sprich gerade so am blutig sein vorbei), ist das Steak bei 55 Grad, wer es etwas mehr ins Rosa haben möchte, der wartet bis es 57-58 Grad hat. Ab 59-60 Grad ist das Fleisch well done, also durchgegart.

– 45-52 Grad Kerntemperatur – rare
Das Steak ist außen gebraten, im Kern aber noch ziemlich roh und nur lauwarm.
– 53-56 Grad Kerntemperatur – medium rare
Das Steak ist rosa blutig und für die meisten Fleischfans ein Hochgenuss.
– 57-59 Grad Kerntemperatur – medium rosa
Das Steak ist rosa, also nur ein Minimum mehr gegart als medium rare und immer noch ein Hochgenuss.
– 60-63 Grad Kerntemperatur – well done
Das Steak ist gleichmäßig durchgebraten und verliert ab jetzt mit jedem viertel Grad enorm an Feuchtigkeit. Wer jetzt nicht aufpasst, hat ein trockenes und hartes Stück Fleisch auf dem Teller.

3.
Das zimmerwarme Steak wird mit einer feuerfesten Schnur (also nix aus Plastik!) Rundrum geschnürt. Das sorgt dafür, dass das Steak schön dick ist, also weniger Auflagefläche am Grill hat und somit im Innern langsamer gart.

4.
So präpariert wandert das Steak auf den gut durchgeheizten Grill. Es darf von beiden Seiten ganz kurz über sehr heißer Glut scharf angebraten werden, dann muss es sofort an den Rand des Grill, wo gemäßigte Temperaturen herrschen. Jetzt kommt das Thermometer zum Einsatz: wichtig ist, dass die Spitze des Thermometers genau in der Mitte des Fleischs steckt, denn nur dort kann die exakte Fleischtemperatur gemessen werden.

5.
Das Steak bleibt solange am Rand des Grills, bis es den gewünschten Garzustand hat und kommt dann direkt auf den (am besten vorgewärmten) Teller, denn je nachdem wie rare man es gebraten hat, verliert es jetzt schnell an Temperatur und wird kalt.

Alles was sie zum Thema Steak wissen sollten!

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