Rinderhüfte richtig zubereiten: Tipps & Tricks und die besten Rezepte

Hüftsteak zubereiten

Inhaltsverzeichnis:

Die Rinderhüfte besteht aus mehreren Teilen

Die Rinderhüfte hat ein mageres, eher feinfaseriges Fleisch, das sogar Steak-Qualität besitzt. Sie ist ein Muskelkomplex, mit innen und außen liegenden Muskeln, die mal mehr und mal weniger arbeiten. Deshalb ist die Fleischqualität der einzelnen Hüftteile auch unterschiedlich und Du solltest die Abstufungen kennen.

Welche Fleischstücke hat die Rinderhüfte?

Die Hüfte liegt beim Rind zwischen dem Rückenmuskel, also der Lende, und dem Schwanzstück. Nach vorne grenzt es fast an das Rumpsteak, hinten ist der Schwanz und unter ihm die große Keule. Das Fleischstück der Hüfte besteht selber aus zwei großen Muskeln, der etwas größeren dicken Hüfte und der schmalen Hüfte (die von Fleischkennern auch Hüftfilet genannt wird) und einem weitern, keilförmigen Muskel, dem sogenannten Hüftdeckel, besser bekannt als Tafelspitz, der hinten auf der dicken und schmalen Hüfte drauf liegt.

Rindfleisch Fleischstück Hüfte
Die Rinderhüfte liegt zwischen Rückenmuskel und Schwanzstück und ist gekennzeichnet durch mageres und zartes Fleisch mit feinen Fasern.

Rinderhüfte für Braten oder Steak

Wenn Du zum Metzger gehst und Dir ein Stück aus der Hüfte kaufst, solltest Du folgende Punkte beachten:
1.
Das Wichtigste ist, das die drei Muskelstränge der Hüfte von einander getrennt werden. In dicke Hüfte, Hüftfilet und Tafelspitz.

Der Tafelspitz sollte meiner Meinung nach getrennt betrachtet werden, denn er bietet viele Zubereitungsmöglichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während ich gerne mal den Tafelspitz als Sauerbraten zubereite, wird er in der klassischen deutschen Küche als Suppenfleisch gekocht. In Portugal habe ich ihn als Churrasco erlebt, im Ganzen auf dem Spiess über offenem Feuer gegrillt, und in Lateinamerika wird er fast liebevoll Picanha genannt und landet auch gerne als dickes Steak auf dem Grill. Lies hierfür meinen Artikel über Tafelspitz richtig zubereiten.

2.
Aus der schmalen und der dicken Hüfte kannst Du wunderbare Steaks genießen. Das „einfachste“ Stück ist dabei der Cut aus dem Hüftfilet, denn er ist besonders zart und absolut zum Kurzbraten geeignet.

3.
In jedem Fall sollten die dicke Hüfte und die schmale Hüfte getrennt voneinander zum Steak geschnitten werden, denn beide Teile werden von einer festen Sehne getrennt und ihre Fasern verlaufen nicht parallel zueinander. Ein Steak, das aus beiden Muskeln geschnitten wird, wäre daher wenigstens zur Hälfte nicht so zart wie es sein könnte, da Du nicht beide Muskeln gleichzeitig gegen die Faser schneiden könntest.

4.
Außerdem ist es wichtig zu wissen, aus welchem der beiden Muskeln das Steak geschnitten wird, denn die dicke Hüfte ist etwas kräftiger, musste als Muskel mehr arbeiten, während das Hüftfilet als Muskel kaum beansprucht wurde und daher von Haus aus das feinere Fleischstück darstellt. Steaks kannst Du aus beiden Teilen schneiden und auch genießen, vorausgesetzt, dass Du sie richtig zubereitest.

Hüftsteak nur kurz braten

Das Fleisch aus der Hüfte ist grundsätzlich mager und kaum von Kollagen durchzogen, deshalb verträgt es nicht viel Hitze, würde dadurch nur trocken und zäh werden. Wenn Du mehr über das Thema Kollagen und Muskelfasern wissen willst, lies meinen Artikel Fleischkunde – Muskeln, Fett und Kollagen 😉

Meine besten Rezepte fürs Hüftsteak und andere Steak-Cuts

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