Gesunde Schwarzkohl Rezepte – Superfood vom heimischen Acker

Schwarzkohl ist ein besonders aromatischer Blattkohl!

Schwarzkohl, auch bekannt unter dem Namen toskanischer Kohl, Palmkohl, Urkohl oder Kale, wurde schon im alten Rom als beliebte Kohlsorte angebaut und zubereitet. Er gilt als Stammvater vieler Blattkohlsorten, wie dem Wirsing und dem Rosenkohl und er ist eng mit dem Grünkohl verwandt. Seine großen, dunkelgrün bis bläulichen Palmblätter haben einen typischen, aber milden Kohlgeschmack, der im Vergleich zum Grünkohl deutlich süßer und leicht nusszig schmeckt.
 

Redaktionstipp: Schwarzkohl schmeckt nicht nur als deftiger Schwarzkohl Eintopf oder als Bohneneintopf mit Schwarzkohl, sondern auch als lichte Pfannkuchen mit Schwarzkohl oder als gesunder Schwarzkohl Salat mit scharfen Gambas.

Schwarzkohl Rezepte in der traditionellen Küche

Früher galt Schwarzkohl als arme Leute essen. Ursprünglich beheimatet in den warmen Mittelmeer Regionen, wurde er dort bevorzugt als deftiger Eintopf zubereitet.

Der wohl bekannteste Schwarzkohleintopf ist die italienische Ribollita, ein traditioneller Bohneneintopf mit Schwarzkohl, Tomaten und Kartoffeln. Im alten Originalrezepte wird das fertig gekochte Gemüse noch in mehreren Lagen mit trockenen Weißbrotscheiben geschichtet, um so ein paar Stunden durchzuziehen. Ein ebenso schmackhaftes Winteressen ist der Schwarzkohl Eintopf mit Kartoffeln und Wurst, der uns an kalten Tagen innere Wärme schenkt.

Aber nicht nur die alten Römer wussten was man aus dem zarten Blattkohl alles zaubern kann. In der modernen Küche hat sich der Schwarzkohl einen festen Platz auf der Speisekarte erobert. Hans Gerlach bereitet ihn als Schwarzkohl Salat zu, den er mit Süßkartoffeln, Mango und Ingwer verfeinert. Maria Luisa Scolastra serviert ihn als Beilage zum Osso Bucco. In Italien selber steht er als Ravioli con Cavolo Nero oder als frittierter Palmkohl ganz weit oben auf den Speisekarten.

Die einfachste Art Schwarzkohl zu kochen ist zweifelsfrei ihn in der Pfanne kurz anzubraten, mit etwas Weißwein oder Brühe abzulöschen und als knackiges Gemüse zu Pasta zu machen.

Zutaten für Schwarzkohl aus der Pfanne (für 2 Personen):

600 g Schwarzkohl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1-2 EL Olivenöl
1 Chili
150 ml Weißwein oder Brühe
Salz und Pfeffer

Zubereitung Schwarzkohl aus der Pfanne:

1.
Schwarzkohl gründlich mit kaltem Wasser waschen. Die dicken Blattrippen aus den Blättern schneiden und das grüne Blätter in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr klein schneiden. Chili der Länge nach aufschneiden und die Kerne auskratzen. Fruchtfleisch in feine Ringe aufschneiden. Wer es besonders scharf will verarbeitet auch die Kerne.

2.
In einer ausreichend großen Pfanne das Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch rein, kurz andünsten und dann den Schwarzkohl dazu. 2-3 Minuten anbraten und dann mit Weißwein oder Brühe ablöschen.

3.
Deckel drauf und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis der Schwarzkohl einen angenehmen Biss hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Beispiel zu Pasta oder Bratkartoffeln servieren.

Schwarzkohl einkaufen und richtig lagern

Natürlich sollte der Kohl als frisch geerntete Ware gekauft und direkt verbraucht werden. Wie bei jedem Gemüse kostet eine lange Lagerung einen Großteil der gesunden Inhaltsstoffe. Frische und Qualität erkennt man hauptsächlich an der tiefdunkelgrünen Farbe der Blätter. Weisen sie gelbliche Stellen auf oder wirken welk, ist der Kohl schon überlagert. Grundsätzlich sollte man BIO Produkte kaufen, da Kohl im konventionellen Anbau immer noch stark gespritzt wird.

Muss der Kohl doch mal einen Tag gelagert werden, ist er am besten in einen feuchten Tuch im Gemüsefach des Kühlschranks aufgehoben. In Plastik verpackt fängt er schneller an zu faulen. Auch zum Einfrieren ist er bestens geeignet. Dazu wird er aufgeschnitten, kurz blanchiert und mit kaltem Wasser abgeschreckt, protionsweise verpackt und eingefroren. So ist er mehrere Monate haltbar und verliert nur wenige der guten Pflanzenstoffe.

Schwarzkohl Rezepte sind gesund

Das intensive Grün zeugt außerdem von einem hohen Chlorophyllwert, der das Kohlgemüse so gesund macht. Da er außerdem über jede Menge Mineral- und Ballaststoffe, Calcium, Carotin und Beta Carotin, B Vitamine und vor allem über ausreichend Vitamin C verfügt, zählt er in unsrer Zutatenliste mittlerweile zu den absoluten Superfoods.
Roh gegessen, als Salat oder in Form eines dunkelgrünen Schwarzkohl Smoothie, enthält er am meisten der gesunden Pflanzenstoffe. Wird er gekocht, sollte man auf kurze Garzeiten achten. Da seine Blätter deutlich zarter sind als die des Grünkohls, reicht es beim Schwarzkohl meistens ein kurzes Blanchieren oder, mit einem Schluck kräftigen Olivenöl, kurze Hitze in der Pfanne.

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