Kartoffelnocken selber machen: schnell & einfach

Kartoffelnocken

Kartoffelnocken und Gnocchi sind sich sehr ähnlich

Die Kartoffelnocken werden, ebenso wie klassische italienische Gnocchi, aus gekochten Kartoffeln, Ei und etwas Mehl zubereitet, aber mit Parmesan und gebratenen Zwiebeln noch verfeinert. Geformt zu Nocken garen sie in siedendem Wasser und werden anschließend noch in Butter ausgebraten.

Kartoffelnocken aus gekochten Kartoffeln, nach Omas Rezept

Von: Tina
Meine Oma hat die Kartoffelnocken so ähnlich wie Gnocchi zubereitet, dabei aber immer so wenig Mehl wie möglich in den Kartoffelteig gegeben. Deshalb war der Teig zwar meist etwas weich und ließ sich nicht so perfekt formen, aber im Geschmack und (fertig gekocht) in ihrer Konsistenz waren die Kartoffelnocken dann um so besser.
Der Trick meiner Oma: die Kartoffeln nicht in Wasser, sondern im Backofen garen! Außerdem den Teig immer frisch verarbeiten, steht er auch nur ein paar Stunden rum, wird er unangenehm batzig 😉
Rezeptbewertung:
5 von 2 Bewertungen
Kartoffelnocken
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Vorbereitung 40 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Gericht Beilage, Hauptgericht
Küche Deutsch, Italienisch
Portionen 4 Personen
Kalorien pro 100g 135 kcal

Zutaten
  

  • 1 kg Kartoffeln mehligkochend
  • 2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen optional
  • 1 EL Bratenöl
  • 250 g Mehl (ev. etwas mehr oder weniger)
  • 100 g Parmesan
  • 1 Prise Muskat
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 2 Eier
  • Hartweizengrieß (optional) zum Formen der Nocken
  • Salbeiblätter oder Thymian (optional) zum Würzen

Zubereitung
 

Vorbereitung:

  • Kartoffeln mit der Wurzelbürste gründlich schrubben und mit einer Gabel mehrfach tief einstechen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Kartoffeln darin (ungeschält!) für ca 1 Stunde garen, bis sie schön weich sind.
  • Gegarte Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, pellen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Dann etwas auskühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Zwiebeln und optional den Knoblauch klein schneiden und in einer Pfanne mit Bratenöl ca. 2-3 Minuten glasig dünsten. Achte darauf, dass unter der Pfanne nur kleine Hitze an ist und Du die Zwiebeln, als auch den Knoblauch nur anschwitzt, denn sie sollen nicht braun werden.
    Tipp: anschließend kannst Du sie in ein geeignetes Püriergefäß geben und mit dem Zauberstab fein pürieren, dann lassen sie sich noch besser in den Kartoffelteig einarbeiten.

Wie viel Mehl muss an den Kartoffelteig?

  • Die Menge des Mehls musst Du bei jedem mal von neuem anpassen, denn tatsächlich lässt sich hier kein eindeutiges Maß angeben. Es gibt Kartoffelsorten, die von Haus aus mehr Feuchtigkeit im Kartoffelfleisch haben und je frischer eine Kartoffel ist, um so feuchter ist sie. Selbst die Größe vom Eigelb verändert die Feuchtigkeit des Kartoffelteigs, entsprechend musst Du die Mehlmenge ein bisschen nach Gefühl anpassen.
    Grundsätzlich: laut meiner Oma geht es nicht darum, einen schön knetbaren Teig herzustellen, denn die Nocken müssen nicht aussehen wie perfekte Gnocchi aus der Tüte. Durch die Zugabe des Parmesans erreichst Du beim Kochen ebenfalls noch etwas Bindung, also nicht gleich verzweifeln, wenn Dir der Teig zu weich vorkommt. Solange Du ihn halbwegs formen kannst, ist alles in Ordnung.
  • Mehl und Parmesan mit einer Prise Salz und etwas frisch gemahlenen Pfeffer gut miteinander vermengen, die Zwiebelmasse dazu geben und dann alles mit einer großen Gabel unter die ausgekühlten Kartoffeln mischen. Eier trennen und nur das Eigelb zu den Kartoffeln geben (das Eiweiß anderweitig verwenden.) Zum Schluss alles gründlich, aber nur kurz miteinander verkneten. Jetzt kannst Du die Mehlmenge bei Bedarf noch etwas erhöhen.
    Wichtig: der Kartoffelteig sollte wirklich nur kurz geknetet werden, denn knetest Du unnötig lange, wird der glutenhaltige Teig fest und die Kartoffelnocken nach dem Kochen nicht fluffig, sondern wie Gummi.

Das Formen der Nocken:

  • Bevor Du die Nocken formst, setzt Du das Kochwasser auf, denn dann kannst Du die geformten Nocken (vorrausgesetzt Du arbeitest beim Formen recht zügig) direkt ins heiße Wasser geben. Vor allem weiche Nocken lassen sich nicht so gut zwischendrin ablegen und dann wieder aufnehmen.
    Tipp: koche die Kartoffelnocken auf 2x verteilt nacheinander, dann hast Du mehr Zeit und kommst nicht ins Schleudern. Außerdem haben die Nocken dann mehr Platz im Topf und können nicht miteinander verkleben.
  • Ist der Teig fest genug, um ihn zu Rollen zu formen, verstreust Du etwas Hartweizengrieß auf der Arbeitsfläche und rollst ihn zu mehreren ca. 2-3 cm dicken Rollen aus. Von den Rollen schneidest Du dann 2-3 cm lange Stücke ab und formst sie zu "hübschen" Nocken. Bedenke dabei aber, je mehr Du knetest und rollst und formst, um so fester werden die Nocken.
    Tipp: verwende kein Mehl zum Formen der Nocken, denn das würde im Kochwasser zu einer glitschigen Schicht um die Nocken herum werden. Grieß saugt Flüssigkeit im Vergleich nicht so schnell auf und ist daher besser geeignet.
  • Ist der Teig zu weich für`s Rollen oder hast Du keinen Grieß im Haus, kannst Du ihn wie meine Oma einfach mit nassen Händen zu Nocken formen, die dann zwar nicht perfekt aussehen, aber fertig gekocht wie gesagt besonders köstlich werden. Stell Dir am besten eine Schüssel mit kaltem Wasser daneben und feuchte Deine Hände darin vor jeder neuen Nocke kurz an. Dadurch bleibt der weiche Teig nicht an den Händen kleben und Du kannst ihn besser formen.

Die Nocken in siedendem Wasser kochen:

  • Die Nocken sollen solange in siedendem (nicht kochendem!) Wasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen, dann sind sie fertig. Ist das Wasser zu heiß, zerfallen sie beim Kochen.
    Tipp: wenn Du die Nocken ins Wasser gibst, sinken sie als erstes auf den Topfboden und manchmal kleben sie an ihm fest und können dann nicht aufsteigen. Deshalb empfiehlt es sich, nachdem alle Nocken im Wasser sind, einmal vorsichtig umzurühren. Verwende dazu aber keinen scharfkantigen Löffel, sondern besser den runden Stiel eines Holzlöffels.

Gekochte Nocken in der Pfanne ausbraten:

  • Zum Schluß kommen die Kartoffelnocken noch in eine Pfanne mit heißer Butter bzw. laktosefreier Butter und werden darin leicht braun angebraten. Wer frische Kräuter wie Salbei oder Tymian zur Hand hat kann sie damit noch schön würzen. Gebratene Kartoffelnocken als Beilage zu Fleisch oder Gemüse oder mit einer feinen Sauce zusammen genießen.

Nährwerte

Calories: 135kcal
Keyword Gnocchi, Kartoffeln, Laktosefrei, Vegetarisch

Was isst man zu den Kartoffelnocken?

Die Nocken kannst Du sowohl als Beilage zu gebratenem Gemüse oder zu feinen Braten Rezepten genießen. Wie klassische selbst gemachte Gnocchi schmecken sie auch mit einer einfachen Tomatensauce oder jeder anderen Art von Sauce, wie zum Beispiel meiner schnellen Sellerie Sahnesauce, einer besonders cremigen Umami Sauce.

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