Szegediner Gulasch nach Original Rezept

Szegediner Gulasch

Szegediner Gulasch nach dem Rezept von seinem Erfinder Gondel Károly!

Das Szegediner Gulasch ist angeblich gar kein ungarisches Rezept, auch wenn das sein Name schwer vermuten lässt. Der Name stammt nicht von der ungarischen Stadt Szeged, sondern von dem ungarischen Dichter József Székely, der den ungarischen Koch Gundel Károly (auch Karl Gundel genannt) zu diesem Gericht inspiriert hat.

Karoly Gundel schreibt in einem seiner Kochbücher: das Szegediner Gulasch ist aus mehreren Arten von Fleisch oder aber allein aus Schweinefleisch bestehendes, mit saurer Sahne, Paprika und Sauerkraut zubereitetes Ragout.

Redaktionstipp: ein weiteres Gulasch Rezept mit Schweinefleisch, ist das Schweinegulasch mit Tomate und Peperoni. Schön scharf und passend für den Herbst und Winter. Das traditionelles Rindergulasch ist ein Klassiker fürs ganze Jahr. Köstlich schmeckt auch ein feines Hirschgulasch oder unser Wildgulasch mit Rehfleisch. Ebenso einfach, aber mal was anderes, ist ein richtiges Kesselgulasch vom offenen Feuer.

Zutaten fürs Szegediner Gulasch (für 2 Personen):

500 g Schweinefleisch (z.B. aus der Schulter)
1-2 EL Butterschmalz oder pflanzliches Bratenöl
1 dicke Scheibe Speck
1-2 EL Tomatenmark
1 l Brühe (z.B. Geflügel- oder Rinderbrühe)
400 g Sauerkraut
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Lorbeerblatt
1 TL Pfefferkörner
1-2 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Piment d´espelette
Salz und Pfeffer
als Topping: 150 ml Schmand oder Sauerrahm und etwas fein gehackte Petersilie

Zubereitung Szegediner Gulasch:

1.
Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben, bevor es in die heiße Pfanne wandert, denn ein allzu großer Temperaturschock würde die Fleischfasern zusammenziehen und das Fleisch so unnötig hart machen. Nehmen Sie es am besten schon 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank.

2.
Fleisch in mundgerechte Stücke zerschnitten und in einer schweren Pfanne (keine Teflonpfanne!) in heißem Fett von allen Seiten scharf anbraten. Geben Sie das Fleisch nicht auf einmal in die Pfanne, sondern in 2 Portionen, denn sonst verliert die Pfanne plötzlich an Hitze und das Fleisch Suppe aus. Die ideale Temperatur fürs Anbraten beträgt ca. 220 Grad, denn erst dann entwickeln sich die Röstaromen.

3.
Speckscheibe in kleine Würfel schneiden und ebenfalls knusprig scharf anbraten.

4.
Sind Fleisch und Speck fertig angebraten, nimmt man sie aus der Pfanne und brät im selben Fett die kleingeschnittenen Zwiebeln, dazu kommt noch das Tomatenmark, damit es kurz anrösten kann. Dann wird mit der Brühet abgelöscht. Jetzt kann alles in einen großen Schmortopf wandern, in dem es in Ruhe auf dem Herd vor sich hin köchelt. Stellen Sie die Temperatur auf kleine Hitze, damit das Fleisch nicht trocken und zäh wird.

5.
Die Gewürze und der Knoblauch sollen mit kochen, werden also auch jetzt schon dazugegeben. Jetzt schmort das Gulasch mit Deckel für ca. 1-2 Stunden bei niedriger Temperatur, bis das Fleisch ausreichend zart und mürbe ist. Je nach Größe der Fleischwürfel kann das kürzer oder länger dauern. Wichtig: reduzieren Sie die Hitze soweit, dass das Gulasch nicht kocht, sondern nur schmort, so wird es besonders zart und saftig.

6.
Am Ende der Garzeit wird das Sauerkraut dazugegeben und ca. 10 Minuten im Gulasch erwärmt. Rühren Sie ruhig öfter mal durch, damit es sich gut in der Soße verteilt. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit den passenden Beilagen zu Gulasch servieren. Als Topping gehören in jedem Fall etwas Schmand oder Sauerrahm und fein gehackte Petersilie aufs Szegediner Gulasch.

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