Gulasch kochen aus Rindfleisch oder Schweinefleisch

Selber Gulasch kochen geht ganz einfach und gelingt immer!

Wer Gulasch kochen möchte, braucht kein großes Küchen-KnowHow. Gute Fleischqualität und etwas Geduld bei der Zubereitung sind das Einzige, was nötig ist, damit das Gulasch schön zart und saftig wird. Sowohl Rindfleisch als auch Schweinefleisch sind zum Gulasch kochen geeignet.

Rindfleisch braucht etwas länger, bis es schön zart und mürbe ist, ein Gulasch aus Schweinefleisch geht meistens schneller. Achten Sie auf eine gemäßigte Temperatur im Kochtopf, denn das Fleisch soll nicht kochen, sondern nur schmoren. Je länger man das Gulasch auf dem Herd lässt, um so weicher und zarter wird es. Fällt es am Ende auseinander, spricht man vom pulled Pork, bzw pulled Beef, also einem Stück Fleisch, das so lange geschmort wurde, bis man es mit den Fingern zerzupfen kann.

Redaktionstipp: Gulasch Rezepte gibt es wahrlich viele. Unser traditionelles Rindergulasch ist der Klassiker, das wir vor allem in der Variation als Gulasch mit Pilzen oder Gulasch mit Paprika kennen. Aber auch ein feines Hirschgulasch oder das Wildgulasch mit Rehfleisch schmecken köstlich. Das scharfe Gulasch mit Schweinefleisch geht erstaunlich schnell und heizt auch im tiefsten Winter so richtig ein. Das echte Szegediner Gulasch wird ebenfalls mit Schweinefleisch, und dazu noch mit Sauerkraut in der Soße, zubereitet. Und ebenso einfach, aber mal was anderes, ist ein richtiges Kesselgulasch vom offenen Feuer.

Zutaten für Gulasch kochen (für 2 Personen):

500 g Gulaschfleisch (Rind oder Schwein, z.B. aus der Schulter)
1-2 EL Butterschmalz oder pflanzliches Bratenöl
75 g Tomatenmark
1 l Flüssigkeit (z.B. Brühe oder Rotwein mit Wasser 1:1 gemischt)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 TL Pfefferkörner
1-2 TL Paprikapulver
1/2 TL getrocknete Majoranblätter (alternativ Oreganoblätter)
Salz und Pfeffer

Zubereitung Gulasch kochen:

1.
Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben, bevor es in die heiße Pfanne wandert, denn ein allzu großer Temperaturschock würde die Fleischfasern zusammenziehen und das Fleisch so unnötig hart machen. Nehmen Sie es am besten schon 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank.

2.
Das Fleisch wird vor dem Anbraten in mundgerechte Stücke zerschnitten. Würfel sind besonders geeignet, da sie schnell rundrum angebraten sind und anschließend gleichmäßig durchschmoren.

3.
Eine schwere, gusseiserne Pfanne ist bestens geeignet, um das Gulaschfleisch anzubraten, denn es verteilt die Hitze gleichmäßig ums Fleisch. Auch eine schwere Eisenpfanne geht gut. Gar nicht geeignet sind beschichtete Pfannen oder gar Teflonpfannen, denn sie sind vertragen keine große Hitze ohne Schaden zu nehmen.

4.
Geben Sie das Fleisch nicht auf einmal in die Pfanne, sondern in 2 Portionen, denn sonst verlieren sie plötzlich die Hitze in der Pfanne. Die ideale Temperatur fürs Anbraten beträgt ca. 220 Grad, denn erst dann entwickeln sich die gewünschten Röstaromen.

5.
Als Fett in der Pfanne eignen sich Butterschmalz, aber auch jede Art von Pflanzenfett, dass heiß gemacht werden darf, wie Erdnussöl aus kontrolliert biologischem Anbau oder Raps- bzw Distelöl. Kaltgepresste Öle, insbesondere Olivenöl dürfen nicht stark erhitzt werden, da sie schnell verbrennen und dann nicht nur bitter schmecken, sondern auch sehr ungesund sind.

6.
Das Fleisch wird von beiden Seiten kurz scharf angebraten. 1-2 Minnten auf jeder Seite reichen meistens schon aus, damit sich die Poren völlig schließen und das Fleisch eine schöne braune Rüstung bekommt. Beim Wenden darauf achten, ob es noch am Pfannenboden haftet, denn dann ist es noch nicht ganz fertig und Sie sollten noch ein paar Sekunden warten. Nehmen Sie niemals eine Gabel dafür her, denn damit stechen Sie in das Fleisch und dadurch würde an den Verletzungen Fleischsaft austreten.

7.
Ist das Fleisch fertig angebraten, nimmt man es aus der Pfanne und brät im selben Fett die kleingeschnittenen Zwiebeln, dazu kommt noch das Tomatenmark, damit es kurz anrösten kann. Dann wird mit der Flüssigkeit abgelöscht. Jetzt kann alles in einen großen Topf wandern, in dem das Gulasch dann gemütlich auf dem Herd vor sich hin köchelt.

8.
Die Gewürze sollen mit kochen, werden also auch jetzt schon dazugegeben. Dann schmort das Gulasch mit Deckel für ca. 1-2 Stunden bei niedriger Temperatur, bis das Fleisch ausreichend zart und mürbe ist. Je nach große der Fleischwürfel kann das kürzer oder länger dauern. Wichtig: reduzieren Sie die Hitze soweit, dass das Gulasch nicht kocht, sondern nur schmort, so wird es besonders zart und saftig.

9.
Am Ende wird mit Salz und Pfeffer und bei Bedarf mit einer Prise Cayennepfeffer bzw. Chilipulver gewürzt. Servieren Sie das Gulasch mit den passenden Beilagen. Das Gulasch mit Knödeln ist zum Beispiel ein Klassiker.

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