Die Schweinepest erreicht Deutschland, doch es besteht keine direkte Gefahr für den Menschen! Für wen ist das Virus gefährlich? Wie wird sich das auf uns, auf die Produktion von Schweinefleisch oder vielleicht sogar auf unser Konsumverhalten auswirken? Lesen Sie hier alles darüber, was die Schweinepest in Deutschland für Folgen haben könnte…

Der erste bestätigte Fall der Schweinepest in Deutschland!

Bei der Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die für Wildschweine und Hausschweine in jedem Fall tödlich endet. Sie wurde ihm 10. September 2020 erstmalig in Brandenburg bei einem verendeten Wildschwein nachgewiesen. Jetzt werden strenge Vorkehrungen getroffen, um das für Schweine tödliche Virus einzudämmen.

Die Schweinepest in keiner Weise ansteckend für den Menschen und Haustiere, sie befällt ausschließlich Wild- und Hausschweine. Das Virus überträgt sich zwischen den Tieren über den direkten Kontakt, aber leider auch indirekt über Fleisch und Wurst von infizierten Tieren. Das heißt: verzehrt ein Mensch das Fleisch eines infizierten Tieres passiert nichts, wirft er aber den Rest seines Wurstbrotes beim Autofahren am Waldrand aus dem Fenster und es wird von einem Wildschwein gefressen, kann sich dieses über den Fleischrest infizieren.

Deshalb werden Reisende, aber auch Spaziergänger in Wald und Wiesen, dringend darum gebeten, sich verantwortungsbewußt zu verhalten.

Da das Virus sehr lange ansteckungsfähig bleibt, verbreitet es sich auch über Gegenstände, wie Autoreifen, Schuhwerk und Kleidung und Werkzeug, sind entsprechende Hygienemaßnahmen dringend erforderlich.

Bricht das Virus in einem schweinehaltenden Betrieb aus, so muss der gesamte Bestand getötet werden und um den Betrieb wird eine Gefahrenzone von mindestens 3 km eingerichtet, damit sich die Ausbreitung eindämmt. Was ein deutschlandweiter Ausbruch bedeutet lässt sich nur schwer sagen.

Der Ausbruch der Schweinepest in Deutschland könnte für uns wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe bedeuten. Die wirtschaftlichen Folgen betreffen schließlich nicht nur die schweinehaltenden Betriebe direkt, sondern haben auch Auswirkungen im gesamten Produktionssektor. Aus Angst vor länderübergreifender Ansteckung wird für die deutsche Fleischwirtschaft der Absatz in die wesentlichen Märkte verloren gehen. Schweinefleisch und Nebenerzeugnisse aus Deutschland können nicht mehr in Drittländer exportiert werden.

Als Folge fallen die Exportpreise für Schweinefleisch drastisch und damit auch die Preise in unseren Supermärkten. Aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigenden Nachfrage aus China lagen die Preise für das Kilo Schweinefleisch zuletzt bei gut 2€ und ein weiterer Anstieg wurde erwartet. Damit dürfte jetzt abrupt Schluß sein.

Da sich das Virus bereits seit 2014 kontinuierlich in Europa ausbreitet und es bislang keinen Impfstoff gibt, ist eine schnelle Ausrottung nicht zu erwarten. Allerdings beweisen Länder wie Belgien, dass strenge Maßnahmen durchaus Wirkung zeigen. Den belgischen Behörden gelingt es dort seit dem ersten Ausbruch 2018, die Ausbreitung außerhalb des Restriktionsbereichs einzudämmen. Das Übergreifen auf Hausschweinbestände konnte so bislang verhindert werden.

Lesen Sie hier weiter News rund ums Thema bewußt Essen und nachhaltige Ernährung!

Wir hoffen es sind bessere Neuigkeiten für Sie dabei…


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