Regenwürmer sind die besten Helfer im Garten, Acker und sogar im Hochbeet

Regenwürmer

Regenwürmer sind das beste für jeden Boden!

Regenwürmer gelten als Jungbrunnen des Bodens, denn sie lockern und durchlüften die Erde in der sie leben. Durch ihre zahllosen Gänge im Erdreich, gelangt Sauerstoff in den Boden, außerdem kann Feuchtigkeit besser ins Erdreich eindringen uns sich gleichmäßig verteilen. Wo Regenwürmer leben, ist auch das andere Bodenleben bei bester Gesundheit, denn die Würmchen siedeln am liebsten in nähstoffreichen Böden an.

Regenwürmer als Helfer im Boden

Regenwürmer bohren und fressen sich durchs Erdreich und erledigen damit gleich 2 der wichtigsten Arbeiten für die Erhaltung eines gesunden Bodens: ihre Gänge sorgen für Durchlüftung des Erdreichs und gleichzeitig eine Drainage, durch die das Wasser leichter in tiefere Schichten abfliessen kann. Auch Pflanzenwurzeln können in diesem lockeren Boden deutlich besser wachsen und sich mit Nährstoffen versorgen. Außerdem sind sie fleissige Humusproduzenten, denn die abgestorbenen Pflanzenreste, die die Regenwürmer auf ihrer Wanderschaft zu sich nehmen, vermischen sich im Darm mit ebenfalls aufgenommenen mineralischen Bodenpartikeln zu einem ton- und humusreichen Komplex, den sie dann in tieferen Bodenschichten wieder ausscheiden. Je mehr Regenwürmer im Boden leben, um so höher ist der Gehalt an Stickstoff, Phosphor und Kalium, den wohl wichtigsten natürlichen Düngestoffen fürs Pflanzenreich. Auch kleinste Bakterien, sogenannte effektive Mikroorganismen sind im Wurmkot enthalten und sorgen für die Gesundheit des Bodens.

Das mag der Regenwurm

Doch Regenwürmer stellen auch einen gewissen Anspruch an ihren Lebensraum. Eine Tatsache, die man sich zunutze machen kann, um Regenwürmer in den eigene Garten zu locken. Die kleinen Helfer mögen es gerne feucht und warm. Sie lieben gut gewässerten Boden und eine leichte Mulchschicht, kurzen Rasenschnitt können Sie also in Zukunft getrost liegen lassen und auf Gemüsebeete und aufs Hochbeet kann man eine zusätzliche Mulchschicht aus Stroh oder geeigneten Laubblättern ausbringen.

Redaktionstipp: Mulchen im Gemüsebeet, Hochbeet und im Blumentopf

Tiefe Bodenbearbeitung, der Einsatz von Pestiziden und Chemie oder auch ein zu viel an Dünger sind für schädlich für Regenwürmer, denn sie verändern massiv das natürliche Bodenleben. Versuchen Sie in ihrem Garten mit natürlichen Kompost zu düngen und verzichten Sie dafür auf chemische Dünger und den Einsatz giftiger Stoffe.

Pferdemist (am besten ohne Stroh) ist ein guter Dünger für sogenannte Starkzehrer, also Pflanzen mit erhöhtem Nährstoffbedarf, wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Kürbis.
Schwachzehrer, also Pflanzen mit einem geringen Nährstoffbedarf, wie Kräuter oder auch Jungpflanzen, vertragen den starken Dünger allerdings nicht. Ihre Wurzeln würden dadurch eher verbrennen. Der ideal Mist-Dünger wird über den Winter abgedeckt gelagert und erst im Frühjahr ausgebracht, denn im Winter spülen Regen und Schnee die Nährstoffe aus und da keine Pflanzen auf im Gemüsebeet wachsen, die den Mist abbauen könnten, verbleibt unnötig viel Nitrat im Boden.
Arbeiten Sie den Mist also im Frühjahr ungefähr spatentief ins Erdreich ein, so können sich Nährstoffe optimal verteilen und der Pflanze zur richtigen Zeit als Nahrung dienen.

Regenwürmer anlocken

Ein weiterer Vorteil von Pferdemist: im Misthaufen siedeln sich unzählige kleine rote Mistwürmer an, eine besondere Art des Regenwurms, die schnell und effizient große Mengen an natürlichem Kompost herstellt. Pferdemisthaufen, aber auch Küchenabfälle und Gartenmaterial, wird von der emsigen Truppe in kürzester Zeit zersetzt und kann dann als wertvoller Nährstoff ins Gemüsebeet gebracht werden. Sorgen Sie immer wieder neue Kompostplätze in der Nähe, so siedeln die Würfel leicht um, ist der Nachschub aber unterbrochen, werden sie einfach verschwinden.

Eine weitere tolle Idee für alle, die ihren Küchenkompost nicht einfach wegwerfen, sondern diesen zu perfektem Gemüsedünger verwandeln wollen, ist die Wurmkiste. In ihr werden auf wenig Platz ständig neue Regenwurmgenerationen gezüchtet, die dann im Gemüsegarten ausgliedert werden können.

Regenwürmer im Hochbeet

Viele Gärtner schwören darauf, Regenwürmer auch in ihren Hochbeeten anzusiedeln. Ein Unterfangen das natürlich Sinn macht, denn gerade in dem kleinen Lebensraum der Pflanzen, sollte die Bodengesundheit so gut es geht gefördert werden. Doch um den Regenwurm auf so kleinem Lebensraum am Leben zu erhalten, muss man sich gut um ihn kümmern.

Die wichtigsten Grundregeln für Regenwürmer im Hochbeet

– am besten hat das Hochbeet direkten Bodenkontakt, also keine Bodenplatte. So können sich die Würmer im Hochsommer und im Winter in tiefere Schichten zurückziehen. Auch Staunässe kann so vermieden werden und die Temperaturen im Hochbeet sind gemäßigt.
– regelmäßiges Gießen, damit die Erde feucht bleibt
– regelmäßige Futtergaben für die Regenwürmer. Entweder in Form von frischem Kompost oder mit pflanzlichen Küchenabfällen. Vor allem Zwiebelschalen und Lauch, zermahlene Eierschalen, Obstreste oder Bananenschalen und Kaffeesatz bzw. alte Teebeutel sind ihr Lieblingsessen.
– alternativ können Sie kleinere Mengen Rasenschnitt oder ausgezupftes Beikraut auf den Beeten verteilen
– im Herbst sind abgefallenes Laub eine gute Nahrungsquelle für die Regenwürmer, außerdem bieten sie einen guten Winterschutz, denn Regenwürmer sind frostempfindlich

Regenwürmer im Blumentopf

Ein Blumentopf ist aber als Lebensraum für den Regenwurm gänzlich ungeeignet, denn es fehlt an ausreichend Platz und auch an feinstofflicher Nahrung. Verwendet man Gartenerde für den Blumentopf, gelangen oft Regenwürmer bzw. Regenwurmeier in den Topf. Ist der Blumentopf erst einmal bepflanzt, wird es dann schwer den Wurm wieder rauszukriegen, ohne die Pflanze zu beschädigen. Um den Regenwurm aus seinem Gefängnis zu retten, kann man den Topf in einen Eimer Wasser stellen. Die Erde saugt sich voll und das treibt den Regenwurm an die Oberfläche. Jetzt kann er einfach eingesammelt und im Garten wieder freigelassen werden.

Regenwürmer überleben den Spatenstich

Das zumindest behauptet der Volksmund, aber leider lügt er teilweise. Zertrennt man einen Regenwurm mit dem Spaten oder anderem Gartengerät, kann nur das vordere Ende mit den lebenswichtigen Organen überleben, vorausgesetzt der Darm in diesem Teil ist lang genug für seine Verdauung. Meistens aber überleben verletzte Regenwürmer nicht, da sie sich durch die Wunde tödliche Pilzinfektionen und Krankheiten zuziehen. Es ist also immer wurmfreundlicher, den Boden mit einer Grabegabel, anstelle des Spatens, zu bearbeiten.

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