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Wie Brühkaffee daheim und in den Cafés der Stadt wieder schick wird!

Der gute alte Brühkaffee ist seit einigen Jahren wieder im Kommen…

In der Öffentlichkeit trinkt der Münchner zwar sehr gern die altbewehrten italienischen Kaffeeversionen auf Espressobasis, mit oder ohne Milchschaum und mit unterschiedlichsten Namen und Größen. Daheim ist es aber nicht ganz so! Viele Münchner nehmen zwar auch daheim Espresso und Co., jedoch wird traditionell im eigenen Haushalt Brühkaffee mit einer Filterkaffeemaschine bevorzugt, was den größten heimischen Konsum ausmacht.

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Und der neueste Trend der letzten Jahre wird immer populärer: Das Handaufbrühen von Kaffee!

Dabei wird wahlweise mit bekannten Porzellanfiltern, die an Omas Zeiten erinnern, gearbeitet, mehr und mehr jedoch auch mit ganz neu entwickelten Brühmethoden und Geräten. Filterkaffee streift langsam aber sicher sein angestaubtes Image ab, denn es kommt meist nur auf gute Bohnen und die richtige Zubereitung an, um einen aromatischen Kaffee zu brühen.

Wie es in den Münchner Cafés mit dem Filterkaffee aussieht, werden wir später noch bei einem kleinen Spaziergang herausfinden, doch zuerst machen wir uns jetzt einen richtig schönen Kaffee daheim. Und als Freunde des guten Brühkaffees nehmen wir heute einen der neuesten Kaffeezubereiter für den Genießer daheim: Den „Light Brew von WMF“ aus der Produktreihe „WMF CoffeeTime“.

Der Light Brew von WMF: Schick trifft es sehr gut!

Optisch ansprechend handelt es sich dabei um eine Glaskaraffe in edlem Design mit einem blankpolierten feinporigen Dauerfilter aus Edelstahl, das Ganze mit einem schwarzen Deckel gekrönt. Die Funktionsweise erschließt sich sofort und intuitiv, verspricht sie eine einfache Handhabung und die volle Kontrolle über das Ergebnis in der Tasse.

Wie beim Kochen einer Suppe ist auch das Kaffeekochen am besten nach einem festen Rezept zu tun. So kann man bei wechselnden Kaffees die Unterschiede schmecken und vergleichen. Und man kann recht sicher sein, dass der Kaffee bei gleichem Rezept immer gut gelingen wird. Auch kann man das eigene Rezept variieren, um so noch mehr aus dem Kaffee herauszuholen.

Kaffekochen: Wir fangen mal an und brauchen nur wenige Zutaten…

1. Den Light Brew Kaffeezubereiter von WMF
2. 50 Gramm ganze Bohnen (Röstung für Filterkaffee)
3. Eine Kaffeemühle, um den Kaffee grob zu mahlen
4. Einen Wasserkocher
5. Wasser

Als erstes stellen wir den gefüllten Wasserkocher an und mahlen im Anschluss die Kaffeebohnen, ungefähr so grob wie Zucker. Zum einen erhalten wir so das frische optimale Aroma aus den Bohnen, zum anderen ist bereits gemahlener Filterkaffee nicht nur ausgeraucht sondern meist auch viel zu fein für diese Art der Filter. Der Kaffee würde zu bitter werden und feinste Partikel durch den Filtereinsatz rutschen. Ebenso sollten keine Espressoröstungen genommen werden, da diese noch dunkler geröstet sind, der Kaffee somit noch bitterer wird.

Nun füllen wir das Kaffeepulver in den feinmaschigen Edelstahlfilter des Light Brew Kaffeezubereiters. Wenn das Wasser gekocht hat, lassen wir es noch 30 Sekunden stehen und geben nun das rund 90-95 Grad Celsius heiße Wasser in den Filter. Im Anschluss etwas umrühren und rund fünf Minuten ziehen lassen. Je nach Geschmack kann man den Kaffee für kräftigere und röstigere Noten auch etwas länger im Wasser lassen oder kürzer, für einen leichteren fruchtigeren Genuss. Nun den Filter nur noch herausnehmen und den frisch gebrühten Kaffee einschenken und genießen…

Der Light Brew von WMF: IDEAL FÜR DAHEIM!

Unser Fazit: Der Kaffee ist ausgewogen, rund und mit gutem Körper. Er schmeckt hervorragend auch ohne Milch und ohne Zucker. Man brüht den Kaffee in der Karaffe und kann durch den Edelstahlfilter genau beeinflussen, wie das Geschmacksergebnis wird. Da kein Filterpapier verwendet wird, muss man dies auch nicht ständig nachkaufen und hat keinen Filterpapiergeschmack.

Gleichzeitig kann man durch Variation von Wasser- und Kaffeemenge sowie der Wassertemperatur mit dem LightBrew an seinem eigenen Kaffeegeschmack experimentieren. Auch kann man unterschiedliche Bohnenanbieter und unterschiedliche Röststärken testen, denn auch die Kaffeeröster schießen wie Pilze aus dem Boden.

Insgesamt finden wir, handelt es sich beim Light Brew um eine der einfachsten Zubereitungsarten in umso edlerem Design und höchster Funktionalität! Nicht nur optisch sehr ansprechend ist er vorallem auch extrem einfach in der Handhabung. So kann jeder noch so unerfahrene Kaffeefreund schnell und unkompliziert für sich und seine Lieben daheim besten aromatischen Brühkaffee zaubern.

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Kleine Kaffeekunde: Kaffeebohnen, von grün zu braun…

Kaffee hängt nicht schon geröstet und gemahlen am Strauch sondern als Kaffeekirschen. Sind diese dunkel rötlich, ist Zeit zu ernten. Jede Kirsche wird vom Fruchtfleisch befreit und so kommt man zum hellen „Kern der Sache“. Dieser helle Kern, besteht aus zwei Kaffeebohnenhälften und ist der sogenannte Rohkaffee, der erst durch die Arbeit von professionellen Kaffeeröstern zu dem wird, was wir kennen und lieben.

In den Jahren des Wirtschaftswunders wuchs die Nachfrage nach Kaffee stark, Preis sank. Von Hand zu rösten war da nicht mehr machbar und so kam es zum „Industriellen Rösten“: Extrem heiß und sehr kurz wird Rohkaffee getoastet und der Produktionsprozess auf ein Minimum reduziert. Die Qualität damit zumeist auch. So kann einem Kaffee schon einmal auf den Magen schlagen und manch einer kennt das nur zu gut.

Daneben gibt es das zeitaufwändigere Trommelrösten, bei dem weniger heiß röstet und den Bohnen viel mehr Zeit gegeben wird, unverträgliche Stoffe während des Vorganges abzubauen und verlockende Aromen zu entwickeln. Dieser vermeintlich neue Trend der Handröstung ist nicht neu, sondern nur wegen der industriellen Röstung viele Jahrzehnte fast völlig ausgestorben gewesen.

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Der damit verbundene zusätzliche Zeitaufwand in Kombination mit höchsten Rohkaffeequalitäten produziert keine Masse sondern Klasse und der geübte Röster kann zeigen, was Kaffee als eines der aromenreichsten Getränke der Welt alles zu bieten hat. Qualität hat ihren Preis, die man aber schmeckt!

Exkurs: Wie kam eigentlich der Kaffee nach München?

Die Wiege der Kaffeepflanze steht in Äthiopien, von wo sie sich ab dem 9. Jahrhundert dank der anregenden Wirkung langsam in das Gebiet des heutigen Jemen ausbreitete. Der Handel mit den Bohnen und der Konsum entwickelten sich und die Stadt Mokka wurde zum Synonym für Kaffee.

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Mit Beginn des 17. Jahrhunderts tauchte die Handelsware Kaffee mehr und mehr in den damals großen Hafenstädten Europas auf. Konsum und Bekanntheit nahmen zu. Jedoch erst nach der niedergeschlagenen Belagerung Wiens im Jahre 1683 und dank einiger hunderter zurück gelassener Säcke Kaffee trat er hierzulande seinen Siegeszug als schmackhaftes und anregendes Getränk größter Beliebtheit an. Nun wurde der Kaffee nicht mehr als ungefilterter Mokka serviert, ein wirklicher Erfolg wurde das Getränk nämlich, weil er vom Kaffeesatz befreit, gern mit Sahne oder Milch verfeinert und eventuell mit etwas Zucker oder Honig gesüßt verkauft wurde. Das traf genau den Geschmack der Mitteleuropäer und so entstanden Kaffeehäuser von Paris bis Wien! Und im Jahre 1704 auch in München.

Anfang des 20. Jahrhunderts blühte der Handel mit Kaffeebohnen und dank der Erfindung des Papierkaffeefilters durch Melitta Bentz brühten die Münchner nun eifrig daheim Kaffee: Filterkaffee, ohne Druck, einfach heißes Wasser über die gemahlenen Bohnen laufen lassen und genießen. Damals wie heute.

Und dann hielten Mitte des letzten Jahrhunderts langsam moderne Espressomaschine in die Münchner Cafés Einzug. Erfunden wurden die eleganten Maschinen nur ein paar Jahrzehnte zuvor in Italien. Und damit auch ein komplett neues Getränk: Der Espresso, ein kleiner aber umso konzentrierterer Kaffee. Pures Koffein, mit hohem Druck gebrüht!

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Und nun machen wir uns noch einmal auf den Weg und schauen, was die Cafés Münchens so zum Thema Kaffee zu bieten haben…

Unsere erste Station ist das altehrwürdige Dallmayr in der Dienerstraße, Nähe Marienplatz.

Bekannt aus der Werbung steht dieser Gourmettempel für höchste Ansprüche verwöhnter Gaumen. Kaffee ist dabei nur ein kleiner Teil des Sortiments, den es sowohl als Espresso oder als Filterkaffee gibt. Da die Dallmayr Kaffees in jedem Supermarkt Deutschlands zu finden sind, muss auf schnelles Rösten mit hohem Ausstoß gesetzt werden. Von der Produktqualität kann man sich im Café des Hauses überzeugen: Hier wird zwar auch gern mal der ein oder andere Filterkaffee bestellt, am liebsten greift der betuchte Gast aber zum Klassiker aus Italien.

Unser nächster Stop ist die Aroma Kaffeebar, ein kleiner feiner Laden der sich seit rund 18 Jahren in Sendlinger Tor Nähe befindet und mit allerlei feinen Dingen zum Entdecken aufwartet. Neben vielen köstlichen kleinen und großen Speisen wartet das Aroma vorallem aber auch mit Kaffee auf.

Hier gibt es alle Klassiker von Espresso über Cappuccino bis hin zum Milchkaffee, gekonnte gezaubert mit den handgerösteten Bohnen in Bioqualität einer kleinen Rösterei vom Lande. Darüber hinaus findet man aber auch das Handaufbrühen von Kaffee! Filterkaffees gibt es schon seit Eröffnung des Aromas, jedoch erst seit rund 5 Jahren wird vor den Augen des Gastes Brühkaffee im Keramikfilter und eben von Hand gefertigt! Das macht optisch schon was her, findet nicht nur der Chef. Man muss nur zwischen einer dunkleren oder einer helleren Kaffeeröstung wählen und schon verbreitet sich ein herrlicher Duft…

Und zum Schluss führt uns unser Spaziergang noch zu einem Ort mit modernem Namen: Man versus Machine.
Es empfängt einen ein feines, durchgestyltes Café in der Müllerstraße Münchens und ganz plötzlich ist man sich nicht mehr sicher, ob man nicht doch grad in New York steht. Mittendrin ein Trommelröster in dem die Bohnen für Espresso und Filterkaffee mehrmals in der Woche frisch geröstet werden. Nicht für die Masse sondern für höchste Qualitätsansprüche, handwerklich, mit Zeit und ohne die Bohnen stark zu verbrennen. Eine helle Röstung eben und das schmeckt man in der Tasse.

Dabei kommt dem Kaffee eine ganz besondere Rolle zu, er ist der Hauptdarsteller auf dieser neuen schicken Bühne: Hier dreht sich fast alles um die Bohne statt um die Speisen, hier steht der Kaffeegenuss ganz vorn statt ausladender Kuchentheke. Fein gearbeitete und wunderschön anzuschauende „Milchschaumkunst“ auf jeder Tasse Cappuccino oder Flat White ist ein Qualitätszeichen dafür.

Aber den trendigen Gast, willig seine Geschmacksknospen ganz neuen Erfahrungen auszusetzen, erwartet hier vorallem Filterkaffee! Und dieser macht inzwischen rund die Hälfte aller Bestellungen aus, mit verschiedenen neuartigsten Brühgeräten frisch für den Gast zubereitet. Das Ergebnis im Mund hat nichts mit dem gelernten Filterkaffee aus Omas Zeiten zu tun! Überraschend anders: Nicht röstig oder verbrannt sondern fruchtig und aromatisch schmeckt es…

Fazit unserer kleinen Kaffeetour ist, …

… dass sich der Münchner gern als Norditaliener versteht und außer Haus gern zu den Klassiker Espresso, Cappuccino und Co. greift. Doch der Trend zum handgebrühten Kaffee nimmt immer mehr zu! Der Brühkaffee ist im Kommen, nicht nur in immer mehr Cafés in München, auch daheim feiert der Handgefilterte eine Renaissance. Dazu tragen auch immer neue und immer schickere Filtergeräte wie der Light Brew von WMF bei!
Das bringt mehr und mehr Abwechslung in die Kaffeetassen der Münchner.

Wir finden das hervorragend und sagen Prost!

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