Kohl Tipps & Tricks – Einkauf, Lagerung und Zubereitung

Mit diesen Kohl Tipps & Tricks wissen Sie alles über das Supergemüse!

Wertvolle Kohl Tipps & Tricks, mit denen Sie alles lernen, was zum Thema Kohl wichtig ist. Worauf muss beim Einkauf geachtet werden? Wie wird Kohl richtig gelagert? Und wie werden die verschieden Kohlsorten am besten zubereitet?

Kohl galt lange Zeit als arme Leute Essen, das zwar gesund, aber nicht sehr beliebt war. Drei mal aufgewärmter Kohleintopf, in dem nicht viel mehr schwamm als ein paar Kartoffeln, war ein weitverbreitetes Nachkriegsessen, bis es seinen Platz in modernen Diätrezepten finden konnte. Die einfache Kohlsuppe ist sehr kalorienarm, fördert den Stoffwechsel und macht, dank ausreichender Ballaststoffe, lange satt.

Doch es ist schade den Kohl nur in diese Schublade zu stecken! Denn er ist nicht nur gesund und tatsächlich sehr hilfreich für die Verdauung, die vielen verschiedenen Kohlarten haben entsprechend viele unterschiedliche Aromen und ihr Geschmacksbild variiert je nach Art der Zubereitung.

Kohl Tipps zur Sortenvielfalt

Fast 400 Kohlsorten zählt diese Gattung. Weißkohl und Rotkohl, Spitzkohl, Wirsing und Grünkohl, Schwarzkohl und die trendigen Kohlröschen stehen auf der Liste, aber auch Blumenkohl, Kohlrabi, Brokkoli und Blumenkohl, Kohlrüben, Chinakohl und Pak Choi, um nur die geläufigsten Vertreter zu nennen.

In England wurde kürzlich eine Kreuzung aus Blumenkohl und Grünkohl gezüchtet, die als sogenannte Flower Sprouts, zu deutsch Kohlröschen, für Furore im Feinschmecker Himmel sorgen. Aber auch viele alte Sorten, die im konventionellen Gemüseanbau untergingen, erleben heute ihr Comeback und vor allem regionale Spezialitäten wecken wieder das Interesse der Verbraucher.

Alle Kohlsorten gelten als wahre Gesundbrunnen. Sie sind gut für den Magen und Darm, fördern den Stoffwechsel und vertreiben laut Aristoteles sogar einen fiesen Kater. Sie enthalten jede Menge Vitamin C, Vitamin A, B und E und außerdem wichtige Mineralstoffe, wie Magnesium, Kalzium und Eisen.

Saisonale Kohl Tipps

Die meisten Kohlsorten haben erst gegen Ende des Sommers, bzw. im Herbst und Winter Saison. Als Sommerkohl gilt der Schwarzkohl, der ab Ende Juli geerntet werden kann. Auch vom Spitzkohl und vom Wirsing gibt es frühe Ernten ab Ende Juli, er wird aber auch später im Jahr noch gezogen und bis November geerntet. Brokkoli und Blumenkohl kommen von August bis in den Oktober hinein vom heimischen Acker stammen. Während Weißkohl, Rotkohl und Rosenkohl erst ab Oktober auf den Feldern reifen. Der Grünkohl bildet mit seiner Sehnsucht nach Frost den Abschluss des Kohlkalenders, er wird erst ab Dezember geerntet und ist bis in den März hinein verfügbar.

Kohl Tipps beim Einkaufen

Beim Kauf von Kohl sollte man auf frische und Qualität achten. Die äußeren Kohlblätter verraten durch ihre kräftig grüne Farbe ein junges Alter, haben sie gelbe oder braune Stellen, liegt der Kohl schon zu lange. Der Strunk muss knackig und hart sein und seine Schnittstellen sollten frisch aussehen.
Da viele Kohlsorten, wie Schwarzkohl, Wirsing, Grünkohl, Kohlrabi, Brokkoli und Blumenkohl sehr anfällig für einen Befall mit der winzig kleinen, weißen Kohlfliege sind, kommen im konventionellen Anbau meist viel zu viele Pestizide zum Einsatz. Kohl sollte man also immer in BIO Qualität kaufen.

Kohl Tipps zur Lagerung

Einige Kohlsorten lassen sich recht gut lagern, solange sie kühl, dunkel und trocken liegen. In Folie gepacktes Gemüse verdirbt schnell, da sich unter dem Plastik leicht Schimmel bildet. Die äußeren Kohlblätter der kompakten Weiß- und Rotkohlköpfe entfernt man erst, wenn man ihn zubereitet, sie bilden einen natürlichen Schutz und halten das Innere frisch.

Kohl liegt am besten im kalten und trockenen Keller. Wer keinen kalten Keller hat, verwahrt den Kohl am besten im Kühlschrank in der Gemüseschublade, sollte ihn aber auch zügig essen. Im milden Winter, bei Temperaturen zwischen 7 und 0 Grad, kann Kohl auch einfach auf dem Balkon oder der Terrasse gelagert werden. Eingeschlagen in Zeitungspapier fühlt er sich so mehrere Tage wohl.

Grundsätzlich gilt: je frischer der Kohl ist, um so mehr gesunde Inhaltsstoffe hat er. Viele Vitamine und Pflanzenstoffe gehen durch die Lagerung verloren.

Kohl Tipps für die Zubereitung

Kohl kann man, je nach Kohlsorte, sowohl kochen, als auch dünsten, braten, im Ofen backen oder aber roh genießen.
Brokkoli und Blumenkohl schmecken hervorragend, wenn sie als gerösteter Blumenkohl mit Kräuterjoghurt oder als Brokkoli mit gebräunter Nussbutter aus dem Backofen kommen. Dazu passt ein einfacher Kabeljau vom Grill oder eine Dorade auf Kartoffelbett.

Bei den meisten Blattkohlsorten, also Weißkohl und Rotkohl und Spitzkohl empfiehlt es sich, die harten Blattstrünke auszuschneiden. Am besten viertelt man den Kohlkopf und schneidet den inneren, festen weißen Kern als Ganzes heraus. Die zusammenhängenden Blätter werden für viele Gerichte, wie Krautsalat, Rotkraut und Cole Slaw, in feine Streifen geschnitten. Für die klassischen Krautfleckerl und das würzige Kohlgemüse mit Karotten und Hackfleisch, dürfen die Stücke etwas größer bleiben.

Beim Grünkohl schneidet man den langen Stiel ab, beim Wirsing die kräftigen Blattansätze und konzentriert sich dann auf die gekräuselten Blätter. Ob er kleingeschnittener als feine Grünkohlsuppe, als delikates Wirsing Risotto oder als knackige Kohlröschen auf den Teller wandert, bleibt der Fantasie des Kochs überlassen.

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