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Rhabarber kochen, Tipps & Tricks für die richtige Zubereitung

Rhabarber kochen

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Rhabarber zubereiten süß oder salzig

Rhabarber hat zur gleichen Zeit Saison wie Spargel, denn beide gibt es nur im Frühjahr aus heimischem Anbau. Von Ende März bzw. April bis Ende Juni genießen wir das knackige Stangengemüse so oft es geht, als herrliche Kuchen, aromatische Marmelade oder herzhaftes Gemüse.

Rhabarber als Gemüse?

Ja richtig gehört, Rhabarber schmeckt köstlich als Gemüse, zum Beispiel als Beilage zu Schweinekotelette oder in Kombination mit anderem Gemüse. Auch als herzhafte Rhabarber Tarte mit Ziegenkäse essen wir sie sehr gerne.

Schweinekotelettes mit Mangold Rhabarber Gemüse

Muss man Rhabarber schälen?

Rhabarber soll man waschen und schälen. Seine Haut enthält Oxalsäure, die, in großen Mengen verzehrt, als ungesund gilt. Außerdem haben die Gemüsestängel oft harte Fasern, die sich der Länge nach von oben bis unten ziehen und sich unangenehm zwischen den Zähnen machen. Am besten setzt man ein kleines Küchenmesser am oberen Ende des Stängels an, löst die Fasern und zieht sie nach unten ab. Die Blätter der Pflanze enthalten am meisten Oxalsäure, deshalb gehören sie nicht mit auf den Teller.

Wird Rhabarber ganz klein geschnitten und auch noch zerkocht, muss man beim Schälen nicht übertreiben, kommt er aber als größere Stücke in den Rhaberbarkuchen, schält man seine Fasern besser gründlich.

Rhabarber aufheben oder doch lieber Rhabarbermarmelade?

Die Pflanzen des Rhabarbers gelten als Dauerkultur, was bedeutet, dass sie jedes Jahr an Größe und Kraft etwas zulegen. Die fleischigen Stiele der Gemüsestaude nehmen im Durchmesser einen bis zu 1,5 Quadratmeter großen Standort in Anspruch. Entsprechend reich ist oftmals die Ernte. Doch was macht man mit so viel Rhabarber?

Meistens wird das säuerliche Stangengemüse zu Marmelade oder Kompott verarbeitet, allerdings lässt sich Rhabarber auch wunderbar einfrieren! Wenn es einem also zu viel wird, oder gerade keine Zeit zum Einkochen und Backen ist, einfach das rohe Gemüse waschen, schälen und in Portionen ins Gefrierfach geben. Für die Zubereitung den Rhabarber auftauen und wie gehabt verarbeiten.

Rhabarber einfrieren – Schritt für Schritt

1.
Rhabarber gründlich waschen und die großen Blattrosetten abschneiden.

2.
Mit einem kleinen Küchenmesser die Fasern an den Stängeln von oben nach unten vorsichtig abziehen. Dabei sollte man nicht zu viel der aromatischen Außenhaut abschneiden, also darauf achten, dass nur die Fasern und nicht gleich der halbe Rhabarber auf dem Kompost landen.

Tipp: viele neue Rhabarbersorten müssen gar nicht mehr geschält werden und auch bei den alten Sorten kann man die jungen und kleinen Stangen unbesorgt mit Schale essen. erst bei älteren, dicken Stangen empfiehlt es sich das Messer anzusetzen, denn dann sind die Fasern voll ausgebildet und können beim Kochen stören.

3.
Geschälten Rhabarber in mundgerechte Stücke oder kurze Stangen schneiden und in einen Gefrierbeutel geben.

4.
Die Luft aus dem gefrierbeuetel so gut es geht herausdrücken und die Tüten gut verschließen.

Tipp: Luft sorgt beim einfrieren von Obst und Gemüse gerne für Gefrierbrand, deshalb wäre ein Vakuumiergerät jetzt am besten. Da man das aber nicht im jedem Haushalt findet, kann man auch die Luft mit dem Mund aus den Beuteln saugen. Dann schnell verschließen und ab ins Gefrierfach.

5.
Gefroren, bei -18 bis -24 Grad, ist der Rhabarber ca. 1 Jahr haltbar. So kann man bis zur nächsten Saison von ihm zehren.

Für alle Selbstversorger mit kleinem oder großem Garten: Wir haben die perfekte Anleitung zum Rhabarber pflanzen, mit Pflegetipps und alles was Sie über die Rhabarber Ernte wissen müssen für Sie aufgeschrieben.

Unsere besten Rhabarber Rezepte