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Deutsche Hausmannskost ist ein Stück Heimat auf dem Teller

Deutsche Hausmannskost

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Deutsche Hausmannskost ist Soulfood

Deutsche Hausmannskost ist deftig, kräftig, schwer. Das sind wahrscheinlich die ersten Begriffe die jedermann zu diesem Thema einfallen. Aber weit gefehlt, denn nicht alles, was heutzutage unser diesem Begriff auf unserem Teller landet, ist so schwer verdaulich. Vor allem versteht sich unter dieser Definition ein Stück Heimat auf dem Teller, also Rezepte, die regional geprägt sind und auf eine lange Tradition zurückblicken können.

Geschichte der deutschen Hausmannskost

Woher der Begriff Hausmannskost eigentlich kommt, lässt sich nicht lückenlos belegen. Doch wer denkt, es wäre Essen, das vom braven Hausmann zubereitet wurde, der irrt. Nicht umsonst heißt es immer Gulasch nach Omas Rezept oder Kartoffelbrei nach Omas Rezept.

Im Gegenteil, als Hausmannskost verstand man schon vor Hunderten von Jahren die Speisen, die dem Hausherren vorbehalten waren. Was wir heute als einfache, aber kräftige Nahrung verstehen, als deftige und zugleich nahrhafte Rezepte, war früher das Beste vom Besten. Diese Gerichte enthielten all die Zutaten, die nur in begrenztem Umfang zur Verfügung standen. Fleisch, Speck, Butter, ebenso wie Eier, Rahm und in manchen Gegenden Fisch, Krebse oder Muscheln. Das alles waren Zutaten, die in erster Linie dem Oberhaupt der Familie zustanden.

Moderne Interpretationen der deutschen Hausmannskost

Die moderne Hausmannskost hat nichts mehr mit dieser alten Definition zu tun. Sie beschreibt die ehrliche Art der Zubereitung, die man heute wohl eher mit dem Begriff Soulfood bezeichnen würde. Längst geht es nicht mehr um den Hausmann und längst geht es nicht mehr nur um Omas Rezepte. Heute stehen in diesem Teil der Speisekarte zarte Rinderbraten Rezepte mit feinen Beilagen zum Rinderbraten, wie grünen Bohnen im Speckmantel, Sprossenbrokkoli und Sweet Potato Pommes.
(aber zugegeben: Omas selbst gemachte Spätzle stehen bei uns hier schon auch ganz weit oben)

Deutsche Hausmannskost mit nahrhaftem Gemüse

Ein weiterer typischer Aspekt der Hausmannskost, sind die nahrhaften Bestandteile, denn wir sprechen von einer Zeit, in der Kartoffeln, Rüben und anderes Wurzelgemüse einen wichtigen Bestandteil der Ernährung ausmachten. Sie gelten allgemein als besonders nahrhaft, enthalten viele Vitamine und Nährstoffe und sind auf gesunde weise satt machend. Auch Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi zählen zu den nahrhaften Gemüsesorten, ebenso sämtliche Hülsenfrüchte, wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen.

Klassische Hausmannskost Rezepte mit Kartoffeln
Klassische Hausmannskost Rezepte mit Karotten
Klassische Hausmannskost Rezepte mit Rote Bete
Klassische Hausmannskost mit Hülsenfrüchten

Deutsche Hausmannskost mit Fleisch

Fleisch spielt in vielen Rezepte dieser mittelständisch geprägten Küche eine wichtige Rolle. Ebenso die Zubereitungsart des Backens, Schmorens und Bratens. Auch Geräuchertes oder Gepökeltes ist häufig Bestandteil, entsprechend der ursprünglichen Gegebenheiten. Die zahlreichen Gemüsegerichte mit Kartoffeln, Kohl und Rüben, wurden mit Speck und gepökeltem Bauchfleisch, reichlich Fett oder kleineren, fetten Fleischstücken aufgewertet. Ein traditionelles Gericht wären hier die Rippchen nach Omas Rezept, ein modernes die Rinderbrust, die als Beef Brisket im Smoker zubereitet wird.

Deutsche Hausmannskost mit regionaler Prägung

Je nach Region und Traditionen der ortsansässigen Küche, findet man in ganz Deutschland die unterschiedlichsten Ideen für klassische Fleisch Rezepte. Kennen Sie saure Zipfel aus Nürnberg? Und wissen Sie, was der Unterschied zwischen fränkischem Sauerbraten und Rheinischem Sauerbraten ist?

Deutsche Hausmannskost mit Fisch

Fisch muss nicht immer aus dem Meer kommen, auch heimische Süßwasserfische, wie Forelle, Karpfen und Saibling stehen seit jeher auf unserer Speisekarte. Flusskrebse und Süßwassermuscheln gab es früher zahlreich, auch wenn ihr Bestand sich heute drastisch reduziert hat. In den Rezepten der einfachen Hausmannskost werden diese Zutaten zu köstlichen Gerichten zubereitet.

Als klassische Gerichte einer fischreichen Hausmannskost gelten die Forelle Müllerinart, gekochter oder gebratener Karpfen, Fischsuppe, gebratener Zander und Wels, Steckerlfisch oder Fischbouletten. Weiter im Norden von Deutschland stehen Heringssalat mit Apfel und Roter Bete, geräucherte Makrelen oder Miesmuscheln und Backfisch auf der Karte.

Darf gebratener Speck und Schinken auf den Teller?

Wem sich jetzt die Frage stellt, ob Gepökeltes oder Geräuchertes scharf angebraten werden darf, bekommt als Antwort, dass wir von diesen Zutaten nicht übermäßig viel verspeisen und darauf achten sollten, dass verbrannte Lebensmittel allgemein nicht die Gesundheit fördern und verkohltes nicht oft auf den Tisch kommt.

Seit den 90ger Jahren berichten Fachzeitschriften immer wieder über den mutmaßlichen Zusammenhang zwischen scharf angebratenen Nitraten und einem vermuteten Krebsrisiko. Schinken, Speck und Salami, aber auch Kassler und Bratwurst vom Metzger, gehören demnach nicht auf den Grill. Im Pökelsalz ist Nitrit enthalten, das bei hohen Temperaturen mit den Aminen aus dem Fleischeiweiß reagiert und sich zu Nitrosaminen wandelt. Diese gelten als krebserregend. Die deutsche Fleischwirtschaft hingegen behauptet, diese Annahme wäre Unsinn und man möge den allgemeinen Fleischkonsum nicht schmälern. Wir sagen, wie bei so vielen Dingen gilt: das Maß der Dinge ist entscheidend!

Die besten Deutschen Hausmannskost Rezepte

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