Superfood – alte Weisheit in neuem Gewand

Superfood ist ein neuer Trendbegriff, der bei manch älterer Dame für ein leichtes Schmunzeln sorgen dürfte. Denn welche Oma kennt sie nicht, die kleinen Geheimnisse über den Mehrwert und die Gesundheit in Bezug auf unser Essen. „Eure Nahrung soll Medizin und eure Medizin soll Nahrung sein“ sagte schon Hippokrates und der lebte immerhin um 460 vor Christus. Der griechische Gelehrte war ein großer Freund der Superfonds, nur dass man sie damals noch nicht so schick benannte.

Superfood ist in aller Munde und dadurch zu einem besonders beliebten Zugpferd der Nahrungsmittelindustrie geworden. Dabei handelt es sich hier nur um normale Lebensmitteln, um nichts anderes als die alten Schätze unserer Speisekammer, die schon in vergangenen Zeiten den Menschen von Nutzen waren.

Als Superfood gelten Lebensmittel, die einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen haben. Dank ihrer hohen Nährstoffdichte gelten sie als besonders gesund und wirken sich durch Antioxidantien positiv auf die Gesundheit aus. Die Auswahl reicht von A wie Ananas bis zu Z wie Zitrusfrüchte und umfasst exotische Beeren und Algen, ebenso wie heimisches Obst und Gemüse.

Ein paar der Superfoods lassen sich besonders gut in den täglichen Ernährungsplan einarbeiten. Im Frühjahr bereichern frische Kräuter unsere Küche und im Sommer füllen sich die Vorratsregale mit Früchten, Beeren und jeder Menge Gemüse. Gegen Herbst haben die verschiedenen Wurzelgemüse Saison, während uns der Winter mit den vitaminreichen Kohlgewächsen, getrockneten Hülsenfrüchten und gut lagerbarem Kürbis verwöhnen möchte. Gewürze wie Ingwer, Zimt und Chili gehören in jede gute Küche und können zu jeder Jahreszeit verwendet werden.

Gartenkräuter

Im Frühling geht es mit den aromatischen Gartenkräutern wieder los und endlich ist es wieder Zeit für Kräuter Rezepte. Der erste Bärlauch am Waldrand ist ihr früher Bote, bevor Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Thymian und Rosmarin, ebenso wie Salbei, Dill oder Teefenchel anfangen neue Blätter auszutreiben. Das zarte Grün reckt sich der wärmenden Sonne entgegen und verbreitet seinen feinen Duft in unserer Nase. Fast jedes dieser Kräuter hat eine heilsame Wirkung, die man in Form des frischen Grüns oder getrockneten und zu Tee verarbeiteten Blättern entfaltet.

Blaubeeren

Als Heilpflanze gegen Durchfall genießt die Blaubeere nicht erst seit Hildegard von Bingen Anerkennung. Schon die Ureinwohner Amerikas verehrten den kleinen Strauch als Heilpflanze mit herausragender Wirkung. Ihr bemerkenswert hoher Gehalt an Gerbstoffen wirkt adstringierend und hilft bei leichten Entzündungen. Forscher bemühen sich gerade darum die Krebsvorbeugende Wirkung der Blaubeere nachzuweisen.

Kürbis und Zucchini

Dank des enorm hohen Nährstoffgehalt, einem ausgesprochenen Ballaststoffreichtum und den enthaltenen Vitaminen zählen der Kürbis und seine kleine Schwester die Zucchini eindeutig zu den heimischen Superfoods. Zucchinis aus regionalem Anbau haben von Juni bis in den November hinein Saison, Kürbis gibt es ab September und auf Grund der guten Lagerfähigkeit über den ganzen Winter.

Walnüsse

Die vielen enthalten ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und die Mineralstoffe Zink, Magnesium, Kalzium und Kalium, Phosphor, Eisen und Linolensäure, sowie Pantothensäure, machen Walnüsse zum idealen Superfood. Grün geerntet und zu einem alkoholischen Auszug verarbeitet, wird die Walnuss in der Heilpflanzenkunde bei Erkältungen mit lang anhaltendem Husten, aber auch bei Tuberkulose und infektiösen Durchfall angewendet.

Kohl

Trotz dem penetranten Geruch des arme Leute Essens ist Kohl eines der ungeschlagenen Superfoods. Schon im alten Rom wurde das Kreuzblütengewächs vom Feinschmecker Aspicius besonders verehrt, verlor es nach den 2 Weltkriegen völlig an Reiz. Dabei ist Kohl eines der vitamin- und mineralstoffreichsten Gemüse und enthält äußerst viele Ballaststoffe. Heute sind Grünkohl, Weißkohl, Spitzkohl, Wirsing und Rotkraut wieder salonfähig geworden, während in Vergessenheit geratene Sorten wie der Schwarzkohl, auch Palmkohl genannt, sogar die Sterbegastronomie erobert. Auch Radieschen und Rettich zählen als entfernte Verwandte des Kohls.

Hülsenfrüchte

Zu den bei uns gängigen Hülsenfrüchten zählen wir vor allem Erbsen, Bohnen, Linsen und Kichererbsen. Wider die Meinung Bohnen und Linsen wären Dickmacher, behaupten Darmexperten, dass der hohe Ballaststoffanteil der Hülsenfrüchte ein leben lang vor Gewichtsproblemen schützen müsste. Auffallend ist ihr hoher Anteil an pflanzlichem Eiweiß, weshalb sie als tolles Superfood bei den gängigen Zivilisationskrankheiten wie Burnout und Frühjahrsmüdigkeit gelten.

Ingwer

Ingwer ist ein altes Heilmittel der traditionellen chinesischen Medizin. Durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C ist er ein bewährtes Mittel bei Erkältungen und Husten. Seine entzündungshemmende Wirkung hilft bei Halsweh und das enthaltene ätherische Öl Gingerol wirkt anregend und immunstimulierend und fördert die Durchblutung.

Kokosnuss

Die Kokosnuss ist eine absolute Powerfrucht, die man trotz ihres hohen Kaloriengehalts ruhigen Gewissen öfter essen sollte. Die Kalorien verdankt sie ihren fast 95% Fettgehalt, der aber hauptsächlich aus den gesunden Fettsäuren besteht. Sie besitzt viele Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium und Magnesium und noch dazu jede Menge Vitamine.

Chili

Die Chili findet als scharfes Gewürz in vielen Küchen der Erde Verwendung. Ihre Schärfe verdankt sie dem in ihr enthaltenen Capsaicin, das vor allem in den Kernen und an den Innenwänden der Schote steckt. Als Heilpflanze wurde die Chili schon von den Ureinwohnern Amerikas verwendet um rheumatische Beschwerden zu lindern. Ihr hoher Vitamin C Gehalt ist gut fürs Immunsystem und das enthaltene Vitamin A schützt zusätzlich vor Infektionen.

Zimt

Zimt fördert die Verdauung und gilt zunehmend als Blutzucker senkendes Heilmittel. Die hochwirksamen Bestandteile des Zimtbaumes stecken in seiner Rinde, die bis zu 4% ätherisches Öl enthalten kann. Zimt wirkt appetitanregend und wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit aus. Als Gewürz macht er so viele Gerichte bekömmlicher, denn er wirkt gegen Verdauungsprobleme, Blähungen und Völlegefühle.

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