Je kälter der Winter ist, umso größer ist der Hunger

Es ist ist immer wieder das gleiche – am Anfang des Jahres wenn der Frühling aus allen Poren sprießt und man die dicken Jacken im Schrank hängen lässt, besinnt man sich automatisch der leichten frischen Küche, während man sich im Herbst ganz einfach von der eigenen Disziplin der Bikinifigur-Tage verabschiedet. Im Sommer, wenn das Thermometer hoch steigt, halten sich unsere Hungergelüste in Grenzen und man wird schnell satt. Im Winter aber schleichen sich Assoziationen vom Winterpelz in unser Hungergefühl. Jetzt ist die Zeit für deftig schwere Speisen, man zählt nicht mehr ganz so genau mit bei den Kalorien und gönnt sich gerne mal Dickmacher wie Weihnachtskeckse und Stollen.

Ist der Hunger bei Kälte größer?

Unser Instinkt will sich vor der drohenden Kälte schützen, während unser Körper auf kalte Temperaturen mit einem direkten Anstieg der benötigten Energiemenge reagiert, um sich warm zu halten. In Studien konnte gezeigt werden, dass der Kalorienverbrauch bei kalten Temperaturen höher ist und der Hunger dadurch größer wird. Vor allem wer sich viel bewegt, Sport macht oder einen körperlich anstrengenden Beruf hat, will jetzt mehr essen.

Gleichzeitig sinkt unsere Bereitschaft für körperliche Ertüchtigung, der Körper will Energie sparen und wir wollen nicht raus in die Kälte. Unnötig das Haus zu verlassen spart man sich, spontane Spaziergänge sind eher die Seltenheit, Joggen wird ungemütlich und schon der Weg ins Fitnestudio scheint eine Zumutung.

Wenn das Winterfell zum Winterspeck wird

Anfangs nimmt man es noch gelassen, man hat ja auch Hunger, also muss man was essen. Die Tage im Büro werden jetzt gerne mal länger, draußen ist es eh dunkel und die Zeiten von unbeschwerten Badminton-Treffen im Park sind längst vergessen. Spätestens nach Weihnachten bemerkt dann man die körperliche Veränderung. Unter der Decke im Warmen wird’s Wort wörtlich kuscheliger, doch noch kann man mit der Situation leben. Erst wenn es draußen wieder Frühling wird, wird man seine Haltung bereuen.

Das Gefühl der Müdigkeit liegt entgegen der geläufigen Meinung nicht am Stoffwechsel, der sich nur bei Tieren, die sich in den Winterschlaf begeben, zum Jahresende verändert. Wir werden einfach nur träge. Wir lieben die gemütlichen Abende aufm Sofa und essen halt gern Süßes.

Den körpereigenen Stoffwechsel fit halten

Unser Stoffwechsel funktioniert nur dann richtig, wenn wir ihm dafür die richtigen Vorraussetzungen schaffen.

Was wir essen zerlegt unser Körper in Unbrauchbares, das er wieder ausscheiden will und Nützliches, womit er die einzelnen Körperzellen versorgt, uns warm hält und unsere Körperfunktionen am Laufen hält. Während der Wachstumsphase nutzt er es außerdem zum Aufbau der Körpersubstanz, sind wir mal erwachsen, geht die Körpersubstanz eben in die Breite.

Wer keinen Sport machen kann oder will sollte wenigstens bei der Ernährung auf Stoffwechsel anregende Zutaten achten.

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