Chili – ui das war scharf, das brennt morgen noch mal

Thai Chili, Cayenne, Habanero, Piment d`Espelette, Chipote oder Jalapeno sind nur einige der rund 350 unterschiedlichen Chili Sorten, die wir kennen. Es gibt sie in Rot, in Grün, in Orange oder Gelb, in spitz und lang, klein und dick, knubbelig oder kerzengerade. Kolumbus entdeckte die Chili in Amerika und brachte sie stolz nach Europa, wo das gesunde Früchtchen seinen Platz in der Küche gefunden hat.

Chili – Zuerst wird’s einem warm

Um nicht zu sagen feine Schweißperlen überziehen Nase und Stirn. Man hechelt innerlich und im Ernstfall entgleitet einem sogar ein Stöhnen, während die Gesichtsfarbe zu Rot wechselt und einem Tränen in die Augen steigen. Es ist so scharf, dass es den Mund zu verbrennen scheint. Ein Glas Milch oder ein Stück Schokolade, das man langsam im Mund zergehen lässt, wäre eine gute Hilfe gegen die unerträgliche Schärfe. Auch hilft es einen Schluck Alkohol zu trinken oder von dem trocknen Brot der Vorspeise essen. Zum Glück hält der brennende Zustand sowieso nicht lange an und man hat schon wieder Lust auf die nächste Gabel.

Asia Chili

Die am häufigsten beim Kochen verwendete Chili ist die Asia Chili – ihre verhältnismäßig milde Schärfe macht sie zum Küchen Allrounder.

Dann ist da nur das scharfe Brennen im Mund

Capsaicin nennt man den Scharfmacher der Chili. Zuerst reizt er unsere Thermorezeptoren, weshalb uns deutlich heiß wird, obwohl sich an der Temperatur um uns herum nichts verändert. Darauf folgt der Reiz der Schmerzrezeptoren, es beginnt zu brennen auf der Zunge. Da Capsaicin nur schwer wasserlöslich ist, sollte man nicht instinktiv zum Wasserglas greifen, sondern sich lieber dem löslich wirkenden Alkohol zuwenden. Außerdem ist Capsaicin gut fettlöslich, weshalb ein Schluck Milch, ein Stück Käse oder ein Stück Vollmilchschokolade die Schärfe deutlich reduzieren kann. Langsam wird’s besser.

Chili macht glücklich

Warum tut man sich das an? Die Antwort ist einfach: scharfes Essen macht glücklich. Jedesmal wenn man fast denkt, es nicht mehr auszuhalten, schüttet der Körper – als Gegenreaktion auf das Schmerzempfinden – das Anti-Schmerzhormon Endorphin aus, welches auf Grund seiner euphorisch stimmenden Wirkung auch Glückshormon genannt wird.

Chilis gegen den Winterspeck

Neben Vitamin E, Calcium und Magnesium, Phosphor, Zink und Kalium, enthalten Chilis viel Vitamin C, dem der Fatburning Effekt nachgesagt wird. Außerdem beeinflussen Chilis unseren Kreislauf positiv und regen die Verdauung an. Scharf Gewürztes fördert auch die Produktion der Verdauungsenzyme und sorgt für eine gute Magen-Darm Tätigkeit. Doch bis die Fett verbrennende Wirkung von Chilis vorhandene Lovehandels schmilzen lässt, hat man seine Geschmacksnerven wohl eher ruiniert. Allerdings meinen Ernährungsexperten, dass wir durch die ausgeprägte Schärfe automatisch langsamer essen. Auch das natürliche Sättigungsgefühl setzt bei scharfem Essen oft schneller ein.

Chilis sind gesund und bremsen Schmerzen

Sie stabilisieren durch das enthaltene Flavonoid Vitamin P die Blutgefäße und Capsaicin beugt Thrombosen vor. Außerdem hat es eine wärmende, schmerzstillende Wirkung, weshalb es oft in rheumatischen Wärmepflastern Anwendung findet. Auch Wärmecremes mit Capsaicin erweitern die Blutgefäße, wodurch die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen gefördert wird. Vorhandene Schmerzstoff-Speicher werden zügig abtransportiert und gleichzeitig werden die Schmerzrezeptoren abgehärtet, was bewirkt, dass Schmerzsignale weniger oder nicht mehr übertragen werden. Deshalb kann man sich auch an scharfes Essen schnell gewöhnen und die Belastbarkeit der Zunge trainieren. Es dauert allerdings Wochen bis Monate, bis sich die zunehmende Schmerzunempfindlichkeit einstellt.

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