Mairübchen – wie ein mildes und übergroßes Radieschen

Mairübchen werden in Frankreich auch Navets genannt. Die kleinen Speiserübchen sind eine kalorienarme Delikatesse. Lange waren sie in Vergessenheit geraten, doch heute erleben sie ein Comeback in der modernen Küche.

Geschichte und Herkunft der Mairübchen

Schon im Altertum schätzte man die Mairübchen als zartes Gemüse. Nachdem römische und griechische Eroberer die Mairübchen aus Afrika mitgebracht hatten, verbreiteten sie sich schnell in ganz Europa. Hier waren sie lange Zeit eine Delikatesse, bis sie wie viele andere Sorten, in der Nachkriegszeiten als „Arme Leute Essen“ von der Bildfläche verschwanden.

Sortenvielfalt der Mairübchen

Mairübchen sind mit den Teltower Rübchen verwandt und sehen aus wie ein zu groß geratenes weißes Radieschen. Mairübchen und Teltower Rübchen sind Speiserüben und zählen zu den Wurzelgemüsen.

Sie sind im Anbau ein recht pflegeleichtes Gemüse, das schon 6-8 Wochen nach der Saat reif ist. Mairübchen werden ca. 6-9 cm groß und sind außen wie innen weiß.
Wenn man sie im zeitigen Frühjahr aussät, hat man sie klassischer Weise im Mai zur Ernte, es gibt aber auch Gärtner, die sie erst im August an einer geschützten Stelle säen und bis in den Dezember hinein ihre Freude daran haben.

Inhaltsstoffe der Mairübchen

Mairübchen sind durch ihren hohen Gehalt an Zink und Vitamin C besonders gut fürs Immunsystem. Sie sind reich an Ballaststoffen, sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten ätherische Öle, die im Körper antibakteriell wirken, außerdem Eisen, Calcium, Kalium, Phosphor und Vitamin B.

Mairübchen in der Küche

Mairübchen können roh oder gekocht gegessen werden. Am besten schmecken Sie kurz angedünstet und anschließend gebraten. Mit ein bisschen Zucker karamellisiert entwickelt sich ihr leicht scharfes Aroma besonders gut. Als Mairübchenpüree sind sie eine ausgefallenen Alternative in der Beilagenkarte.

Selbst das Blattgrün kann man essen, es schmeckt sowohl im Salat oder einfach wie Spinat zubereitet. Vorsichtig gedünstet enthält es die gleichen gesunden Vitamine und Mineralstoffe wie die Rübchen. Je frischer sein Grün ist und je knackiger die Blätter, um so besser.

Mairübchen enthalten viel Wasser, ihre Konsistenz erinnert also eher an Rettich als an Kohlrabi. Ihr Geschmack dagegen ist mild, fast leicht süßlich und erinnert nur ganz leicht an das intensive Scharf vom Rettich. Mit etwas Fleur de Sel gesalzen – mehr brauchts nicht.

Die Samen der Mairübchen sind ein köstliches Gewürz für Fleischgerichte, wenn man sie ein paar Tage auf einem stetig feuchten Küchenpapier am Fensterbrett stehen lässt, kann man nach ein 3-4 Tagen die frischen Sprossen ernten und als Salatgewürz nehmen oder einfach nur aufs Butterbrot essen.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Wurzelgemüse: Zurück zu den Wurzeln

Hir finden Sie klassische und ausgefallene Rezepte zum Thema Mairübchen:

Mairübchen Apfel Carpaccio mit Balsamico Reduktion und Parmesanhobeln
Rinderlende vom Angusochsen mit Mairübchenpüree und Frühlingskräutern

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