Basilikum – gesundes Küchenkraut mit viel Aroma

Basilikum ist eines der weit verbreitetsten Küchenkräuter, das wir in der mitteleuropäischen Küche kennen. Sein Aroma ist frisch und ätherisch, sein Geschmack ist süßlich, zitronig und würzig, leicht pfeffrig und erinnert entfernt an Zimt, Anis und Nelken. Ursprünglich wohl aus Asien bzw. Indien stammend, verbreitete sich der Basilikum schon vor über 4000 Jahren, über Ägypten und das persische Reich, von wo aus er ungefähr im 12. Jahrhundert bis nach Südeuropa gelangte und seit dem seinen festen Platz in der Liste frischer Küchenkräuter hat.

Basilikum – unkomplizierte Pflanze für die Fensterbank und den Kräutergarten

Die frostempfindliche und daher meist einjährige Pflanze, die auf fast jeder Fensterbank und an geschützten Standorten im Kräutergarten wächst, ist von buschigen Wuchs und wird gerne als Königskraut bezeichnet. Basilikum ist ein unkomplizierte Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 cm erreicht und deren hell- bis dunkelgrüne, teils lila gefärbte Blätter durch das ätherischen Öl Methylchavicol stark aromatisch duften. Sein vollstes Aroma hat der Basilikum vor und noch während der Blüte. Die bezaubernd hübschen und fein duftenden lila, rosaroten oder weißen Blüten lieben nicht nur Bienen als süße Nahrung, viele Köche nutzen die Orchideenartigen Blüten als Deko beim Anrichten ihrer Teller und machen daraus buntes Kräutersalz.

Es gibt mehr als 50-60 verschiedene Sorten der unterschiedlichsten Basilikumarten. Am bekanntesten ist bei uns der klassische Genoveser, aber auch roten, purpurnem oder krausen Baslikum, Zitronenbasilikum und Strauchbasilikum, kann man mittlerweile in vielen gut sortierten Gemüseläden oder beim Gärtner kaufen. Der etwas exotischer schmeckenden Thaibasilikum hat ein deutlich schärferes Aroma als unsere heimischen Sorten.

Basilikum eignet sich nicht wirklich zum Trocknen, da er stark an Aroma verlieren würde. Wer keine Fensterbank hat auf der er den Basilikumtopf überwintern kann, der sollte sich ein aromatisiertes Öl oder Kräuteressig herstellen, die die feinen Aromen der frischen Blätter besonders gut konservieren.

Gesundes Kraut mit ausgeprägtem Aroma

Nachgewiesen ist ein sehr hoher Vitamin C Gehalt, das durch den Wirkstoff Anthocyan kommt, der für die Färbung der Blätter verantwortlich zeichnet. Außerdem enthält Basilikum hohe Konzentrationen an ätherischen Ölen, wie z.B. Estragol und Eugenol, Geraniol und Camper, aber auch Cineol, Linalool und Cirtral, die für den frischen und blumigen Geschmack des Basilikums sorgen.

Das Kraut enthält die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium, ebenso Kalium und Eisen, Niacin und A Vitamine. Die meisten Sorten produzieren Terpene und Saponine, die entgiftend und Immunsystemstärkend wirken. Außerdem Flavonide, die antioxidativ wirken und Gerbstoffe, die adstringierend und entzündungshemmend, ja sogar wundheilend wirken.

Die gesunden und heilenden Eigenschaften, die dem Basilikum nachgesagt werden, reichen von magenberuhigend bis harntreibend und von entzündungshemmend bis schmerzlindernd. So soll er besonders hilfreich bei Nierenleiden sein, Kopfschmerzen vertreiben, Husten lindern und Schlaflosigkeit und Angstzustände mildern. Basilikum wirkt als Heilmittel besonders gut gegen Bachschmerzen, indem man ein paar Tropfen des ätherischen Öls auf einen feuchten Umschlag gibt und ihn auf die schmerzende Stelle legt. Durch die Haut können Wirkstoffe ins vegetative Nervensystem eindringen und so die Schmerzen lindern. Genauso wirkt es gut bei Schmerzen durch Verstauchung und Prellung und bei leichtem Rheuma. Infektionen der Atemwege und leichtes Fieber lassen sich durch einen Basilikumtee oder wässrige Auszüge lindern, gegen Ohrenschmerzen helfen 1-2 Tropfen vom erwärmten Öl, direkt ins Ohr gegeben.

Verwendung in der Küche

Viele Köche behaupten man solle Basilikum zupfen statt ihn zu schneiden, da sich dadurch die ätherischen Öle besser entfalten. In jedem Fall gibt man ihn am besten immer erst ganz am Schluss ans Essen, wird er gekocht, fällt er sofort zusammen und verliert an Aroma.

Basilikum schmeckt ausgezeichnet zu Fisch, Geflügel, Kalb, sowie zu Gemüse und diversen Salaten passt. Im klassischen Pesto italienischer Art darf es natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie zu Tomaten mit Mozzarella und frisch gemachter Pasta. Besonders gut harmoniert Basilikum mit Fenchel und Knoblauch, mit Thymian und Rosmarin oder Koriander. Als Gewürz passt es außerdem zu Avocado und grünen Bohnen, zu Rezepten mit Zitrone und zu frischem Spargel, aber auch zu gesüßten Erdbeeren und als Aroma in selbst gemachter Holunder Limonade ist es unübertroffen.

Zarte Frühlingszwiebeln unterstreichen seinen frischen und fruchtigen Charakter, mit Zitronensaft, etwas Pfeffer und gutem Olivenöl vermischt wird er zur puristischen Vinaigrette und gibt jedem Salat und Gemüse einen Hauch von Dolce Vita.

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Autor: Boque auf Croque

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