Detox – Chancen und Risiken

Detoxen ist für Jedermann, aber…

Detoxen, Entgiften oder Fasten können generell alle Menschen, die im Großen und Ganzen gesund sind, da der zeitweise, freiwillige oder teilweise Nahrungsverzicht beim Gesunden immer eine positive gesundheitliche und seelische Wirkung hat.

Manche Personengruppen aufgepasst! Es gibt aber durchaus Personengruppen, für die Detox-Kuren ein gesundheitliches Risiko darstellen kann. Diese sind:

Frauen, die Schwanger sind oder Stillen. Hier kann es zu einer drastischen Mangelernährung für Mutter und Kind kommen.

Chronisch kranke Personen, wie Tuberkulose-Patienten, Krebskranke und Personen, mit einer Schilddrüsen-Überfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck etc. sollten nicht fasten. Darüber hinaus frisch operierte Personen oder Personen, die gerade eine schwere Infektionskrankheit hinter sich haben. In diesen Fällen muss vermieden werden, dass der Organismus nicht noch mehr geschwächt wird bzw. an Substanz verliert.

Personen, die eine chronischen Entzündungen und Geschwüren des Magens haben.

Altersschwache Menschen, die bereits relativ schwach sind bzw. ein geringes Körpergewicht aufweisen.

Personengruppen, die ein an einer Essstörung aus psychologischer Sicht leiden. Das Risiko, dass die Person dadurch Ihren Zustand verschlechtern wäre zu groß.

Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen.

Es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn man sich unsicher ist.

Generell ist das Problem, dass bei einem nicht gesunden Menschen die Gefahr zu groß ist, dass die Reserven zu schnell aufgebraucht werden bzw. ein unkontrollierter Muskelabbau oder eine Übersäuerung des Körpers stattfindet. Dadurch können Mangelerscheinungen entstehen, da dem Körper lebensnotwendige Mineralien vorenthalten werden. Bei einem gesunden Menschen jedoch, werden in der Regel nach dem zweiten Fastentag eingelagerte Fette und nicht das Eiweiß verbraucht.

Personen, die eine Detox-Kur umsetzen möchten und sich nicht sicher sind und fühlen, sollten sich deshalb vor einer Detox-Kur genau informieren und den Rat eines Arztes einholen.

Häufigkeit von Detox Kuren und Diäten:

Wie häufig man eine Detox-Kur macht, hängt von Art, Dauer und persönlicher Konstitution ab. Ausschließlich dauerhaft oder zeitweise auf Genussmittel oder Fleisch verzichtet, muss sich eigentlich nicht um körperliche Konsequenzen sorgen. Natürlich muss jedoch jeder einzelne auf die Reaktion des Organismus achten und entsprechend die Ernährung anpassen. Eine klassische Detox-Kur mit Smoothies und Säften, ein sogenanntes „Juice-Cleanse“ (Saft-Reinigung), muss sorgfältig betrieben werden. Diese Säfte sind weisen eine relativ niedrige Energiedichte aus und je nachdem wie hoch der Wasseranteil ist, sind diese Detox-Drinks darüber hinaus nicht sehr nährstoffreich. Die Detox-Säfte haben wenig Kalorien, kaum Proteine und keine Fette und von daher sollte eine Detox-Kur ausschließlich mit Säften und Smoothies nicht öfter als zwei Mal im Jahr erfolgen.

Unangenehme Begleiterscheinungen beim Detoxen:

Es kann aber auch während einer Detox-Kur zu Begleiterscheinungen bzw. Entgiftungserscheinungen kommen. Diese können sehr vielfältig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark und lang ausfallen. Meist handelt es sich um harmlose Reaktionen vom Körper, der sich auf die Umstellung der Nahrung einstimmt. In der Regel lassen sich die Symptome leicht beheben und vergehen erfahrungsgemäß von selber.

Was tun bei Entgiftungsreaktionen?

Müdigkeit und Abgeschlagenheit:
Ein Grund eine Detox-Diät durzuführen ist unter anderem, dass man sich müde und abgeschlagen fühlt. In den ersten Tagen einer Detox-Kur können diese Symptome noch verstärkt werden. Hier muss individuell entschieden werde, was einem guttut: Ein Spaziergang an der frischen Luft oder leichte Achtsamkeitsübungen, ein Telefonat mit der Freundin oder Ruhe und Zurückgezogenheit mit stimmungsaufhellenden ätherischen Ölen wie der Vanille. Pfefferminze, Limone oder auch Zeder geben einen extra Frische-Kick und unterstützen darüber hinaus die Entgiftung.

Neigung zum Frieren:
Das liegt an der geringen Aktivität der Schilddrüse. Deshalb warm anziehen, einen heißen Tee trinken und mit einer Wärmflasche auf die Couch:

Verdauungsbeschwerden:
Durch die veränderte Nahrungsaufnahme und die daraus resultierende Verdauungsaktivität während des detoxen kann es kurzzeitig zu Verdauungsproblemen kommen. Diese sind meist Leerlaufperistaltiken, sprich Leerbewegungen des Magen und des Darms. Eine Wärmfalsche und eine sanfte Bauchmassage lindern die Beschwerden.

Kopfschmerzen:
Durch den vermehrten Flüssigkeitsverlust beim detoxen können immer wieder Kopfschmerzen auftreten. Auch bei ausgiebigen Kaffeekonsum kann der Entzug von Koffein der Grund für Kopfschmerzen sein. Hier gilt es viel und regelmäßig zu trinken. Weitere Maßnahmen können leichter Sport, eine Wärmflasche im Nacken oder ein Spaziergang an der frischen Luft sein.

Hautirritationen:
Als größtes Organ scheidet die Haut während des detoxen eine Vielzahl an Giftstoffen und verstoffwechselten Endprodukte aus. Dies kann zu Juckreiz und Irritationen der Haut führen. Im Allgemeinen handelt es sich nicht um eine Allergie und die Beschwerden verschwinden von selber. Ausreichend trinken um das schnelle Ausscheiden der Giftstoffe zu fördern.

Krämpfe:
Bei Magnesium- und/oder Kaliummangel können Wadenkrämpfe auftreten. Bei akuten Krämpfen können Magnesiumtabletten aus der Apotheke helfen oder die Auswahl der Lebensmittel werden verstärkt auf einen hohen Magnesium- und Kaluimwert ausgesucht. Hohe Magnesiumwerte haben zum Beispiel Kürbiskerne, Quinoa, Brennnessel und Bananen.

Schlafstörungen:
Eine häufige Nebenwirkung des detoxen können Schlafstörungen sein. Durch die veränderte Nahrungsaufnahme während einer Detox-Kur kann das vegetative Nervensystem sich durch Unruhe bemerkbar machen. Mit Maßnahmen wie ein entspanntes Basenbad, Achtsamkeitsübungen und generell Ruhe am Abend (kein TV, keine Bildschirmaktivitäten) kann dem entgegengewirkt werden. Folgende Kräuter können auch beim Einschlafen helfen: Baldrian, Hopfen, Kamile, Lavendel, Majoran, Passionsblume oder Muskat. Ziel ist es nach einer Detox-Kur generell besser, tiefer und erholsamer zu schlafen.

Heißhunger-Attacken:
Während der ersten zwei Tage kann es zu vermehrt zu einem starken Hungergefühl kommen. Dies hängt stark vom generellen Lebensstil ab. Eine Tasse Tee oder ein Teelöffel Honig können Abhilfe schaffen. Auch ein Spaziergang oder ein gutes Buch lenken von den Heißhunger-Attacken ab.

Detox und der JoJo-Effekt:

Eine Vielzahl von Personen, verfolgen das Ziel durch detoxen eine Gewichtsreduktion zu erlangen. Die Wirksamkeit ist jedoch umstritten. Der Körper, der sich in einer Stresssituation befindet, holt sich nach dem Fasten die Fettreserven wieder zurück. Der Kurzfristige Verzicht auf feste Nahrung bewirkt in erster Linie einen gewichtsreduzierenden Wasserverlust und Muskelabbau. Somit ist der Jojo Effekt abzusehen.

Keine Ausreden mehr fürs detoxen:

Mit einer fundierten Detox-Vorbereitung und einer guten physischen Ausgangslage wird eine Detox-Kur durchaus einen positiven Effekt auf Körper, Geist und Seele haben.

Weitere Infos zum Thema Detox:

Ob Detox-Drinks, Detox-Smoothies oder frische und basische Gerichte aus der Gemüseküche, hier finden Sie viele, leckere Rezepte für eine erfolgreiche und nachhaltige Detox-Kur. Was steckt dahinter und was ist detoxen eigentlich? Hier finden Sie den weitere Informationen rund ums detoxen und für wen es sich eignet.
 

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